Gemeinsame Risikofaktoren aktiver Aktienfonds
Aktive Aktienfonds zeigen starke gemeinsame Bewegungen, da viele Fonds signifikante gemeinsame Risikofaktor-Exposures aufweisen, zeigt ein Research Paper von David Blitz von Robeco. Insgesamt enthält die Stichprobe 4.592 Fonds, die in zehn Kategorien unterteilt sind. Für jedes Produkt werden die aktiven Renditen über Benchmark ermittelt. Sowohl über Kategorien hinweg als auch noch verstärkt innerhalb der Kategorien zeigen sich hohe Korrelationen. 74 bis 97 % der Fonds weisen positive Betas gegenüber der Durchschnittsperformance ihrer Kategorie auf und dieses liegt im Mittel über alle Kategorien bei 84 %. Dies deutet auf breite gemeinsame Risikofaktor-Exposures hin.
Quelle: Blitz, 2025
Um die Treiber der gleichgerichteten Entwicklung zu identifizieren, werden die Durchschnittsperformances der Kategorien auf eine Reihe verschiedener Risikofaktoren regressiert, darunter die Fama-French-Faktoren und die Region. Die Ergebnisse zeigen, dass alle Kategorien ein negatives oder nicht signifikantes Markt-Exposure aufweisen, was auf Cashbestände oder niedrigere Betas zurückgeführt wird. Am deutlichsten ausgeprägt ist dagegen der Size-Effekt: Nahezu alle Kategorien haben stark signifikante Small-Cap-Exposures mit Ausnahme der Small-Cap-Strategien; hier ist das Gegenteil zu beobachten. Bei Value zeigt sich eine Unterscheidung zwischen internationalen Kategorien, die ein negatives Value-Exposure haben (Growth-Stil), und US-Kategorien mit positiven Value-Exposures. Multivariate Regressionen bestätigen diese Muster weitgehend und zeigen, dass die wesentlichen Exposures auch unter gleichzeitiger Berücksichtigung mehrerer Faktoren bestehen bleiben.

Quelle: Blitz 2025
Insgesamt werden die Ergebnisse im Wesentlichen durch Fonds mit hohem Level an aktivem Risiko beeinflusst. Off-Benchmark-Exposures erklären, warum Fonds mit starken Benchmarks unterdurchschnittlich, Fonds mit schwachen Benchmarks überdurchschnittlich abschneiden.
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