Veränderungen im Finanz- und Risikomanagement von Versicherungen
Oliver Wyman hat in einem Marktbericht die Zukunft des deutschen Versicherungsmarktes hinsichtlich möglicher Veränderungen im Finanz- und Risikomanagement untersucht.
Demnach wird aufgrund des Niedrigzinsumfelds und verschärfter regulatorischer Anpassungen das Risiko- und Kapitalmanagement stärker in den Mittelpunkt rücken und einen zunehmend relevanten Bestandteil in der strategischen Planung und Investitionsentscheidung einnehmen.
Während die Schadensversicherer Schwierigkeiten haben, auskömmliche Margen zu erzielen, müssen Lebensversicherer aufgrund alter Garantieverpflichtungen Zinszusatzreserven bilden. Bei einer wetieren Senkung des Referenzzinssatzes sind noch höhere Reserven erforderlich. Dieser Sicherheitspuffer hat aber auch positive Aspekte. So hilft er Versicherern bspw. dabei, ihr Geschäftsmodell an das Niedrigzinsumfeld anzupassen.
Die Autoren gehen auch davon aus, dass sich die Regelungen zur Kapitalanforderung zunehmend auf die Produkte niederschlagen werden. So werden die meisten privaten Altersvorsorgeprodukte auf fondsbasierte und alternative Garantiekonzepte umstellen.
Zur Optimierung des Asset Liability Management und der Renditen werden Versicherer außerdem verstärkt auf illiquide und nicht börsennotierte Investments zurückgreifen. 
Quelle: Oliver Wyman
Die Versicherer stehen vor der Aufgabe, Solvency-II-konforme Risiko- und Kapitalkostenbetrachtungen zunehmend in den Kernprozessen zu verankern. Hierzu dienen neue Management-Informations-Systeme, durch die in kürzester Zeit Finanzkennzahlen mit operativen Kenngrößen verbunden und ausgewertet werden können. Weitere Zukunftsfelder sind die strategische Bilanzsteuerung, alternativer Risikotransfer und alternative Kapitalanlagen.
Die Autoren gehen auch auf die Trends im Produkt- und Vertriebssegment sowie im Betrieb und Schadensbereich ein.
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