28.03.2017 | Research

Transaktionskosten und Performance von Smart-Beta-Strategien

Das EDHEC-Risk Institute hat in dem Forschungspapier die Transaktionskosten verschiedener Smart-Beta-Strategien untersucht. Die Ergebnisse der im Februar 2017 veröffentlichten Untersuchung zeigen, dass die Transaktionskosten im Wesentlichen vom Aktien-Universum abhängen, auf das die Strategien angewendet werden. Bei sehr liquiden Aktien sind die Unterschiede in den Kosten zwischen einer Kapitalisierungsgewichtung und einer Equal-Weighted- oder Fundamental-Weighted-Strategie relativ gering. Werden allerdings auch illiquidere Titel einbezogen, steigt der Kostenaufschlag der Smart-Beta-Strategien erheblich an.


Quelle: EDHEC-Risk Institute, 2017

Üblicherweise werden bei der Index- bzw. Strategiekonstruktion zusätzliche Nebenbedingungen, sog. Implementierungsregeln, berücksichtigt, die die Umschlagshäufigkeit des Portfolios reduzieren und die Liquidität steigern sollen. Ein Beispiel hierfür ist die Begrenzung des Portfolioanteils einer einzigen Aktie in Relation zu ihrer Marktkapitalisierung. Solche Ansätze scheinen sinnvoll, da sich so einerseits die Handelshäufigkeit als auch die Transaktionskosten deutlich senken lassen. Am Beispiel einer Minimum-Volatility-Strategie zeigen die Autoren, dass die Kosten von 0,38 % auf 0,18 % fallen, während gleichzeitig der One-Way Turnover von 55 auf 30 % sinkt. Für verbreitete Smart-Beta-Strategien in liquiden Universen sind – unter Verwendung entsprechender Implementierungsregeln – die Transaktionskosten im Vergleich zu den relativen Renditen vergleichsweise gering.


Quelle: EDHEC-Risk Institute, 2017


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