Transaktionskosten und Illiquidität bei Private Market Investments
Neben Transaktionkosten sorgt die Komplexität von Private Market Investments für eine Reduzierung der potenziellen Investorenbasis und damit der Liquidität, zeigt eine kurze Analyse von PIMCO. Zu den Transaktionskosten zählen einerseits direkte Kosten, wie Bid Ask Spread und Market Impact, und andererseits indirekte Kosten, etwa das Risiko einer Austrocknung der Liquidität, die eingepreist werden muss und für eine positive Illiquiditätsprämie sorgen sollte. 
Quelle: Pimco
Zu den Transaktionskosten kommt noch die Komplexität vieler Private Market Investments hinzu, die die Investorenbasis verkleinert. Hierzu zählen die fehlende Standardisierung vieler Investments und die schwierige Preisfindung angesichts seltener Transaktionen. Damit steigen für Investoren die Analysekosten. Angesichts der weitgehend fixen Natur dieser Kosten besteht für Anleger ein Skalenvorteil: Bestimmte Investments können nur von Investoren erworben werden, die groß genug sind, um die notwenigen Analyseressourcen vorhalten zu können. Größe kann noch durch einen zweiten Aspekt vorteilhaft sein: Durch Informationsvorteile der Anbieter können Investoren eine zusätzliche Prämie für diese asymmetrische Informationsverteilung verlangen. Anleger mit größeren Kapazitäten können diese Asymmetrie durch sorgfältige Analysen verringern und kommen folglich mit einer geringen Asymmetrieprämie aus. Damit haben größere Anleger Vorteile im Wettbewerb um Investment-Opportunitäten gegenüber kleineren Investoren. Die höheren Kosten illiquider Investments betreffen nicht nur die Investorenseite, sondern auch die Anbieter. Weil die Käuferbasis für komplexe Assets gering ist, kann der Produktvertrieb für Anbieter mit hohen Suchkosten einhergehen.
Illiquidität und Komplexität von Private Market Investments sind entsprechend keine unabhängigen Charakteristika, sondern verstärken sich gegenseitig. Beide sind bedingt durch den Fakt, dass Transaktionen seltener stattfinden als bei börsennotierten Investments.
Das komplette Spektrum der Private Markets deckt der im Oktober 2018 erschienene Absolut|spezial Private Markets ab. Diese Sonderpublikation enthält u.a. Beiträge zu Private Equity, Infrastrukturinvestments, Private Debt und Private Lending sowie die Regulierung von Kreditfonds in Deutschland und Luxemburg.