Towers Watson zu Private Equity nach der Krise
Ein umfangreicher Report von Towers Watson analysiert die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Private-Equity-Industrie und stellt jüngste Entwicklungen dar. Die Anfang Juni erschienene Publikation "Private Equity - Emerging from the Crisis" beschreibt die aktuelle Marktsituation bei Distressed- und Secondary-Fonds und gibt eine Prognose für die Zukunft der seit der Finanzkrise stark beeinträchtigten Volumina bei Dachfonds und Venture Capital.
Towers Watson stellt unter anderem fest, dass Dachfonds weiterhin ein wichtiger Zugangsweg für Investoren sein werden, da sie Diversifikation, Selektion und Monitoring bieten. Venture Capital und Secondaries ermöglichen interessante Investmentstrategien, sofern sie richtig umgesetzt werden.
Quelle: Towers Watson
Schwieriger sei hingegen ein Investment in Distressed-Fonds, da die gute Performance im letzten Jahr maßgeblich auf ein hohes Beta und eine kräftige Erholung im Kreditmarkt zurückzuführen sei.
Ein regionaler Ausblick wird für Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Skandinavien und Australien gegeben, eine vorsichtige Einschätzung haben die Autoren bei dem Thema Energie. Hier gäbe es insbesondere in Europa zahlreiche Unwägbarkeiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Technologien und Märkte.
Für Deutschland gelte, dass die Qualität der ansässigen Manager sehr hoch sei. Performancesteigerungen von Unternehmen werden meist auf operationalen Verbesserungen aufgebaut, anstatt durch Leverage. Schwächen seien das schwierige Steuersystem und die mangelnde öffentliche Akzeptanz von Private Equity.