Analyse der Eintrittswahrscheinlichkeit von Tail-Risiken
Ein im August veröffentlichter Research-Report von Welton Investment analysiert die Häufigkeit von extremen Negativrenditen im S&P 500 Index und vergleicht diese mit den von der Modernen Portfoliotheorie prognostizierten Eintrittswahrscheinlichkeiten. Der Unterschied sei demnach sehr groß, unerwünschte Extremereignisse treten um das 5,3-fache häufiger auf, als erwartet.
Quelle Welton Investment
Das systematische Unterschätzen von Tail-Ereignissen führe für langfristige Investoren zu erheblichen Renditeeinbußen. Gründe für die Häufigkeit der Ereignisse lägen vermutlich im Verhalten der Investoren. Diese reagierten asymmetrisch auf veränderte Rahmenbedingungen und intensiver auf schlechte, als auf gute Nachrichten.
Lösungen lägen entweder im Kauf von Hedges oder im Einsatz von Hedgefonds zu Generierung von Risikoprämien, z.B. durch Long/Short-Equity-Hedgefonds anstatt von Long-only-Aktienfonds. Eine weitere Möglichkeit zum Schutz des Portfoliowertes wäre Diversifikation. Hier böten sich Managed-Futures- und Global-Macro-Fonds an, da sie negative Korrelationen zu anderen Asset-Klassen bieten.