26.04.2016 | Research

Tilt-Tilt-Methode optimiert Multi-Faktor-Indizes

Russell vergleicht in einem Researchpaper drei Methoden, um Multi-Faktor-Indizes zu konstruieren.
Dazu werden zu Beginn drei hypothetische Indizes mit den Faktoren Value und Quality erstellt. Der Composite Index besteht aus der Gleichgewichtung beider Faktoren. Bei dem Composite Faktor Index werden die einzelnen Faktoren mit einer Durchschnittsgewichtung miteinander kombiniert. Der Multi-Faktor Tilt-Tilt Index führt die Gewichtungsverfahren beider Faktoren übereinander gelagert aus. Die beiden Faktoren werden hierbei nicht gemittelt sondern miteinander multipliziert.
Im Vergleich der Indizes fällt die Gewichtung der Faktoren bei den beiden Composite Indizes deutlich geringer aus.


Quelle: Russell Research  

Werden die Faktor-Exposures des Tilt-Tilt Index sowie des Composite Index auf ein Aktienuniversum angewandt und anhand ihrer Performance verglichen, übertrifft der Tilt-Tilt Index den Composite Index.


Quelle: Russell Research

Werden weitere Faktoren zu den beiden Indizes hinzugefügt, so vergrößert sich die Differenz zwischen den Faktor-Exposures der Indizes. Bei dem Composite Index sinken die Einzelfaktor-Exposures bei ansteigender Faktoren-Anzahl. Das ist auf die lineare Kombination der Faktoren zurückzuführen. Bei der Tilt-Tilt-Methode werden die Faktoren nichtlinear kombiniert, wodurch die Einzelfaktor-Exposures gleichbleibend sind oder zum Teil ansteigen.
Laut den Autoren eignet sich der FTSE Russell Sequential Tilting Ansatz für die Umsetzung der Faktoren-Ziele.

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