29.05.2018 | Research

Term Spread als Indikator für Aktienrisikoprämien

Die langfristige Komponente der Laufzeitprämie von US-Staatsanleihen ist ein guter Indikator zur Prognose der Aktienrisikoprämie, zeigt ein Research-Papier von Gonçalo Faria von der Universidade Católica Portuguesa und Fabio Verona von der Bank of Finland. Die Autoren zerlegen die Laufzeitprämie langfristiger US-Staatsanleihen in die drei Komponenten kurzfristig, Konjunkturzyklus und langfristig. Für den Untersuchungszeitraum 1973 bis 2017 zeigt sich, dass die langfristige Komponente bei Prognosezeiträumen von einem Monat bis zu zwei Jahren einen guter Schätzer für die Entwicklung der Aktienrisikoprämie darstellt. Sowohl kurzfristige als auch die konjunkturell bedingten Anteile der Laufzeitprämie haben hingegen keinen signifikanten Einfluss. Dies bestätigt bisherige Forschungsergebnisse, nach denen insbesondere langfristige Risiken die Entwicklung der Aktienpreise beeinflussen.


Quelle: Faria, Verona, 2018

Um den konkreten ökonomischen Nutzen im Asset-Management-Umfeld zu testen, wird anschließend für einen Mean-Variance-optimierenden Anleger, der zwischen risikofreien Anleihen und Aktien allokiert, der Renditevorteil der Strategie getestet. Dieser kann interpretiert werden als maximale Management Fee, die der Investor für die Verwendung des Laufzeitprämien-basierten Modells zu zahlen bereit wäre. Je nach Prognosezeitraum variiert diese zwischen 453 und 659 Basispunkten ist also nicht nur statistisch signifikant, sondern auch ökonomisch bedeutend.


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