Steigender Wettbewerbsdruck für Private-Equity-Fonds
Die globale Private-Equity-Branche entwickelte sich 2017 weiterhin positiv, wie ein Marktbericht von Bain & Company zeigt. Sowohl die Investment- als auch die Exit-Volumen lagen zum Jahresende auf einem hohen Niveau. Im Buyout-Sektor konnten 440 Mrd. US-Dollar investiert werden, ein Plus von 19 % zum Vorjahr. Die Exits summierten sich auf 366 Mrd. US-Dollar, das drittbeste Jahr der Geschichte. Das Fund-Raising verlief ebenfalls positiv. In den vergangenen fünf Jahren konnten Private-Equity-Häuser über 3 Billionen US-Dollar Kapital aufnehmen. Entsprechend hoch ist das Dry Powder der Fonds. Global beläuft sich das abrufbereite Kapital auf 1,7 Billionen Euro, ebenfalls ein neuer Rekordwert. 
Quelle: Bain & Company
Die Autoren gehen daher davon aus, dass sich der Wettbewerb zwischen PE-Häusern um Targets weiter verschärfen wird. Auch die Zahl der aktiven Private-Equity-Häuser erreichte mit über 7.700 Firmen einen neuen Höchststand. Auch vonseiten unternehmerischer Käufer rechnen die Autoren mit steigender Konkurrenz um Transaktionen. Diese besitzen inhärente Vorteile gegenüber PE-Käufern wie niedrigere Kapitalkosten sowie die Bereitschaft Aufschläge für strategische Werte oder Synergien zu zahlen. Im direkten Vergleich ziehen PE-Häuser oftmals den Kürzeren, berichten die Autoren. So sank der Anteil von Private-Equity-Beteiligungen am M&A-Markt das vierte Jahr in Folge. Auch die Gesamtzahl der Transaktionen war trotz wachsender Volumen rückläufig.
Quelle: Bain & Company
Angesichts hoher Asset-Preise, enormer Liquidität und wachsendem Wettbewerbsdruck blicken die Autoren daher unsicher in die Zukunft. Für 2018 erwartet sie dennoch ein weiteres Rekordjahr, für die Zeit danach überwiegen jedoch die Herausforderungen.
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