Swensen verteidigt Yales Multi-Asset-Ansatz
Während der Finanzkrise musste das Yale-Portfolio einen bisher nicht dagewesenen (Buch-)Verlust von rund 25% verkraften. Kritiker merkten an, dass der hohe Anteil an alternativen Anlageformen, insbesondere an Hedgefonds und Private Equity, zu hohe Risiken mit sich gebracht hat. In einem kürzlich erschienenem Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung stand David Swensen bezüglich der Investment-Strategie von Yale Rede und Antwort.
Gründe für den hohen Verlust waren laut Swensen die gefallenen Aktienpreise und Abschreibungen auf illiquide Anlagen. Er gab an, dass niemand der eine langfristige Anlagestrategie verfolgt habe, in der Finanzkrise ohne Verluste geblieben sei. Da alle Anlageklassen mit Ausnahme von hochwertigen Staatsanleihen gleichzeitig gefallen sind, hätten nur diese vor höheren Verlusten geschützt. In normalen Marktphasen wären die Opportunitätskosten aufgrund der sehr geringen Renditen allerdings zu hoch gewesen. Swensen verwies darauf, trotz des Verlustes das Yale-Portfolio noch den Wert von 2006 aufweisen würde, da in den vergangenen 10 Jahren Renditen um die 16% p. a. realisiert wurden. Er geht davon aus, dass nach Überwindung der Krise eine breit angelegte Multi-Asset-Strategie wieder ausreichende Diversifikation und hohe Renditen mit sich bringt.
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