30.04.2013 | Research

Struktur und Qualität des Wachstums in Subsahara-Afrika

Zwei Autoren des Internationalen Währungsfonds haben untersucht, wie nachhaltig das Wirtschaftswachstum in den afrikanischen Staaten südlich der Sahara ist.  Das Pro-Kopf-Einkommen stieg seit 1995 pro Jahr durchschnittlich um 1,8 % an und war dabei deutlich stabiler als in den achtziger und Anfang der neunziger Jahre. Den Grund hierfür sehen die Autoren Marcelo Martinez und Montfort Mlachila in einer Stärkung des Außenhandels, wobei der Großteil des Wachstums auf steigende Inlandsnachfrage und Produktivitätssteigerungen zurückzuführen ist.


Quelle: Martinez, Mlachila (2013)

Insbesondere die Faktorproduktivität hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich verbessert. Diese Entwicklung ist in erster Linie auf strukturelle Wirtschaftsveränderungen zurückzuführen. Vielen Staaten ist es gelungen, nicht-landwirtschaftliche Wirtschaftszweige und den Exportsektor zu stärken. Dadurch hat sich auch die Konjunkturentwicklung im Durchschnitt deutlich stabilisiert.


Quelle: Martinez, Mlachila (2013)

Während sich die wirtschaftliche Entwicklung in allen Staaten im vergangenen Jahrzehnt deutlich verbessert hat, bleiben große Unterschiede bei der humanitären Situation, betont die Studie. In der langfristigen Betrachtung deuten soziale Indikatoren zwar auf eine Verbesserung hin, regionale Unterschiede, insbesondere bei der Bekämpfung der Armut, blieben jedoch gravierend.

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