Steigende Nutzung von ESG-Kriterien im Investmentprozess
Nachhaltige Investmentkriterien rücken stärker in den Fokus institutioneller Anleger in Europa. Dies zeigt eine Ende Dezember veröffentlichte Studie von Novethic und BNP Paribas in der 115 Investoren zur Implementierung von ESG-Kriterien befragt wurden. Der Beitrag zur einer nachhaltigen Entwicklung bleibt wie in den vergangenen beiden Jahren wichtigster Beweggrund, ESG-Kriterien in den Investmentprozess zu integrieren. Vor allem deutsche und spanische Investoren suchen nach nachhaltigen Geschäftsmodellen in einer "grünen" Wirtschaft. In Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien bestimmt dagegen stärker das langfristige Risikomanagement die Implementierung nachhaltiger Kriterien.
Quelle: Novethic
Bei der Umsetzung nehmen Investoren dabei immer stärker eine aktive Rolle ein und versuchen größeren Druck auf die Unternehmen auszuüben. In der Vorjahresbefragung lag der Anteil noch bei 36 %, nun sprechen 54 % von einem starken Engagement im Zielunternehmen. Bei der Auswahl des Investitionsuniversums bilden bei 46 % der Umfrageteilnehmer sektorbezogene und bei 57 % zunehmend auch normenbezogene Ausschlusskriterien die Grundlage.
Quelle: Novethic
Die größte Durchsetzung haben ESG-Kriterien in den Bereichen Aktien und Unternehmensanleihen, wo die Ursprünge nachhaltigen Investierens liegen. Allerdings ist eine Ausbreitung auf andere Segmente zu spüren, insbesondere Investitionen in Staatsanleihen, Private Equity und Immobilien finden zunehmend unter Berücksichtigung von ESG-Overlays statt. Als Vehikel stehen verbreitet Indexprodukte (ETFs) im Fokus. Zwei Drittel geben an als Teil ihrer nachhaltigen Investmentpolitik in ETFs zu investieren.