Steigende Immobilienquote bei Assekuranzen
In einer Umfrage unter 35 deutschen Versicherungsunternehmen hat EY aktuelle Trends bei Immobilienanlagen untersucht. Im Mittel beläuft sich der Immobilienbestand der 35 Assekuranzen im ersten Halbjahr auf 3,6 Mrd. EUR (2016: 2,8 Mrd. EUR), was einer Quote von 9,7 % entspricht (2016: 9,3 %). Mit 7,5 % überwiegen direkte Anlagen. 
Quelle: EY
Bis Ende 2017 ist eine Ausweitung der Quote auf einen Rekordwert von durchschnittlich 10,7 % geplant. Die Renditeerwartungen sind bei direkten Anlagen auf 4,4 % gestiegen und bei indirekten Anlagen auf 4,7 % gesunken.
Bei den geplanten Käufen sind fremdgenutzte Direktbestände nach wie vor die beliebteste Anlageform, gefolgt von geschlossenen Immobilienfonds und offenen Immobilienspezialfonds. 
Quelle: EY
Fast alle Befragten (96 %) setzen auf Immobilien in Deutschland, was einer Steigerung um 8 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Stabil halten sich Zukäufe europäischer Core-Investments. Hinsichtlich der Nutzungsart werden von den Assekuranzen Büro- und Einzelhandelsimmobilien favorisiert. Vor allem im Einzelhandelssegment konnten sich die Händler trotz des Drucks durch den E-Commerce wieder neu positionieren. Die potenziell schärfere Mietpreisbremse hatte kaum einen Effekt auf das Wohnsegment, das knapp hinter dem Einzelhandels- und Bürosegment folgt. Auf dem vierten Platz rangieren Logistikimmobilien, die vom E-Commerce profitieren und im Vergleich zu den Vorjahren zugelegt haben. Hinsichtlich der Risikobewertung hat die Bedeutung von Core- und Core-Plus-Objekten deutlich zugenommen, wohingegen Value Added und opportunistische Anlagen abgenommen haben. Das aktuelle Marktumfeld veranlasst knapp ein Drittel der Befragten, stärker in B- und C-Lagen zu investieren.
Bei fast allen Assekuranzen werden Immobilien u.a. wegen der Garantiezinsversprechen auch weiterhin im Fokus bleiben. Ebenso wird die qualitative Nachfrage (Zuschnitt, Ausschnitt, Flexibilität) nach Flächen aufgrund neuer Technologien erheblich steigen. Einige Befragte gehen auch davon aus, dass die Digitalisierung den Anlageprozess und die Anlageentscheidung verändern wird. Politische Instabilitäten beeinträchtigen die Nachfrage eher nicht. Die Assekuranzen sind sich einig, dass die Preise aufgrund der Produktknappheit weiter steigen werden.
Auf die Trends bei langfristigen Immobilieninvestments geht Gabriele Volz im Absolut|report in der Ausagabe 3|2017 ein. Sie zeigt in einem Fachbeitrag, wie sich der Markt entwickelt hat und wie langfristig tragfähige Investitionslösungen aussehen können.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Immobilien jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Real Estate. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.