17.07.2017 | Research

Bewertungsmultiplikatoren für Aktienportfolios

Robeco analysiert in einer Marktanalyse zu Multiples, welche Gründe eine hohe Bewertung von Aktien rechtfertigen. Grundsätzlich kann nur die Erwartung eines zukünftigen Wachstums Multiplikatoren oberhalb des "steady state" gemäß Modgliani Miller begründen. Diese zukünftige Wertschöpfung wird über drei Elemente determiniert. An erster Stelle stehen Investment Returns, die die Kapitalkosten übersteigen. Je höher dieser Spread, desto höher ist die gerechtfertigte Bewertung des Unternehmens. Der zweite Faktor ist das Volumen der werthaltigen Investment-Opportunitäten des Unternehmens in Relation zum derzeitigen Geschäftsumfang. Eine Möglichkeit, diese Investment-Opportunitäten zu bemessen, besteht in der Bestimmung der Marktgröße, die das Unternehmen mit seinen Produkten bzw. Dienstleistungen potenziell bedienen könnte. Auch ein M&A-induziertes Wachstum ist möglich, hat sich in der Praxis allerdings als schwierig umsetzbar herausgestellt.


Quelle: Robeco

Zuletzt ist auch die Dauer eines kompetitiven Vorteils für die Wachstumsperspektiven eines Unternehmens von Bedeutung, schreiben die Autoren. Aus je mehr verschiedenen Quellen sich dieser Wettbewerbsvorteil speist, desto höher ist die gerechtfertigte Bewertung. Weiterhin fließen hier Industriecharakteristika wie die Geschwindigkeit technologischen Fortschritts, Sensitivität zum Konjunkturzyklus und Konzentration der Branche ebenso ein wie die Agilität des Managements.


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