State Street zur Regulierung des Derivatemarktes
Ein Ende August erschienener Report von State Street analysiert geplante Änderungen bei der Regulierung von OTC-Derivaten, sowie Chancen und Risiken, die für Investoren daraus entstehen. OTC-Derivate stehen bei der Analyse von potentiellen systemischen Risiken derzeit weltweit besonders im Fokus von Aufsichtsbehörden, ebenso wie strukturierte Produkte und ETFs. Dies dürfte vor allem an der Größe des Marktes liegen. So betrug Ende 2010 das Nominalvolumen des OTC-Derivatives-Marktes rund 600 Billionen US-Dollar, bei einem Marktwert von 20 Billionen.
Quelle: State Street
Kernpunkte der geplanten Regulierung sind eine Verbesserung der mangelnden Transparenz, sowie potentielle Risiken, die aus zu geringem Deckungskapital und hoher Risikokonzentration entstehen könnten und zu Situationen führen können wie sie beispielsweise bei dem US-Versicherungskonzern AIG 2008 eingetreten sind.
In Zukunft seien laut State Street daher höhere Kosten durch Verwendung von Clearing-Stellen und ähnlichen Einrichtungen zu erwarten, über die der OTC-Handel transparenter werden soll. Der Report listet hier detailliert verschiedene Aspekte der neuen Regulierung auf. Die notwendigen Änderungen an Infrastruktur und Equipment sollten daher von Investoren bereits jetzt in Angriff genommen werden. Ebenso wie eine Selektion der in Frage kommenden Service Provider.