Starkes Wachstum und neue Herausforderungen für Asset Manager
Die Boston Consulting Group stellt in ihrem aktuellen Marktbericht über die Situation im Asset Management einen Trend zugunsten passiver und alternativer Anlagestrategien fest. Nachdem der Geschäftsbereich Asset Management vier Jahre lang eine Phase der Stagnation durschreiten musste, war das Jahr 2012 durch starkes Wachstum geprägt. Die Assets under Management und die Erträge als prozentuale Anteile der Einnahmen erreichten wieder Vorkrisenniveaus. Der Rekordwert für das gesamte verwaltete Vermögen aus dem Jahr 2007 in Höhe von 57,2 Billionen US-Dollar wurde in 2012 mit 62,4 Billionen sogar übertroffen.
Neben dem Anstieg der globalen Aktien- und Anleihemärkte trugen auch die stärksten Mittelzuflüsse seit der Finanzkrise zu dieser Entwicklung bei. Die Erträge in 2012 sind gegenüber dem Vorjahr um 7% auf 80 Mrd. gestiegen, liegen damit jedoch noch 15 % unterhalb des Vorkrisenniveaus.
Quelle: Boston Consulting Group
Im Geschäftsfeld Asset Management sind einige Trends zu beobachten, die in Zukunft "beidhändiges" Handeln seitens der Manager erfordert. Ein wesentlicher Trend ist die Abkehr von traditionell aktiv gemanagten Kern-Assets hin zu passiven und alternativen Anlagestrategien. Die ist vor allem dem niedrigen Zinsniveau und der wachsenden Präferenz der Investoren für spezielle Lösungen, wie z. B. High-Yield-Anlagen und Unternehmensanleihen aus Schwellenländern, geschuldet.
Quelle: Boston Consulting Group
Allokationen in Schwellenländer erfahren ein deutlich schnelleres Wachstum als traditionelle Asset-Klassen. Dies ist unter anderem der Entwicklung geschuldet, dass aktuell Schwellenländer tendenziell schneller wachsen als die entwickelten Länder, was sich eben in einem Wachstum der Assets under Management in diesen Regionen in Höhe von 16 % widerspiegelt. Mit einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate seit 2007 von 9 % beträgt der Anteil des verwalteten Vermögens in den Schwellenländern nun 8 %, nach 6 % in 2007. China und Brasilien sind hierbei als stärkste Treiber zu nennen, mit 23 % bzw. 15 % Wachstum.