05.11.2014 | Märkte

Stabile Ertäge mit Investitionen in Kommunikationsinfrastruktur

Vor dem Hintergrund steigender Datenvolumen und der Überlastung der Netzinfrastruktur untersucht der niederländische Asset Manager Bouwfonds in einer aktuellen Marktstudie institutionelle Investitionsformen in passive Kommunikationsinfrastruktur. Dazu zählen hauptsächlich unbewegliche Komponenten wie Glasfaser- und Koaxialkabelnetze, Sendemasten und Verteilerkästen. Die steigende Nachfrage nach mobiler Datenkommunikation macht den Ausbau und die Modernisierung bestehender Kommunikationsinfrastruktur erforderlich, was viele Eigentümer vor Engpässe stellt. Hier können nach Auffassung von Bouwfonds instiutionelle Investoren eine entscheidende Rolle bei der Finanzierung einnehmen und gleichzeitig von langfristig planbaren Anlagerenditen profitieren. Einerseits bestehen hohe Eintrittsbarrieren für Wettbewerber, da ein Haushalt nur an je ein Kabelnetz angeschlossen wird, andererseits ist von weiterhin steigender Nachfrage nach Datenvolumen auszugehen, beispielsweise durch TV-Streamingangebote oder dem "Internet der Dinge". Beide Aspekte ermöglichen eine langfristige Planungssicherheit.


Quelle: Bouwfonds

Die konkrete Umsetzung sieht vor, passive Kommunikationsinfrastruktur von Stadtwerken und Wohnungsgenossenschaften zu erwerben und in eine Fondslösung einzubringen. Über Sale-and-Lease-Back-Modelle erfolgt dann die langfristige Vermietung an aktive Infrastrukturanbieter, etwa Provider wie Kabel Deutschland oder die Telekom. Für Investoren ergeben sich damit langfristig stabile Cash Flows, die zumeist an einen Inflationsindex gebunden sind und damit auch real attraktive Rendite einbringen. Durch die Trennung in aktive und passive Infrastruktur wird die erworbene Netzinfrastruktur unabhängig von den volatilen Geschäftsbereichen der Provider und kommt als eigenständige Struktur eher einer Versorgungseinrichtung mit Monopolstellung gleich.

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