Stabile Entwicklung bei Structured Finance in Europa
Strukturierte Finanzierungen aus den USA waren einer der Hauptauslöser der globalen Finanzkrise vor zehn Jahren. In Europa stellen Asset-Backed Securities jedoch ein stabiles Instrument dar, wie BNP Paribas in einem Marktbericht analysiert. Der Vertrauensverluste in diese Wertpapiere wirkt demnach zwar noch nach, jedoch stellen neue Regulierungsrahmen den europäischen ABS-Markt auf ein stabiles Fundament. So ist am 1. Januar 2019 eine neue EU-Verordnung in Kraft getreten, die die Transparenz von Verbriefungen über Zweckgesellschaften deutlich erhöht. Das neue Rahmenwerk harmonisiert die Struktur und Transparenz von Asset-Backed Securities europaweit und schafft mit STS (simple, transparent, standardized) einen neuen Standard.

Quelle: BNP Paribas
Originatoren von STS-Verbriefungen unterliegen nun klar benannten Offenlegungspflichten. So ist bei Emissionen und Transkationen ein öffentliches „Repository“ bereitzustellen, das granulare Daten und Informationen zu den verbrieften Vermögenswerten enthält. Das Siegel der STS-Konformität sagt jedoch nichts über die Bonität der Forderungen aus, vielmehr stellt es ein Mindestmaß an Transparenz der ABS-Struktur sicher. Ebenfalls sind Originatoren gezwungen mindestens 5 % der Papiere selbst zu halten. Auch die Ratingagenturen haben ihre Methodiken überarbeitet. Strukturierte Finanzierungen stellen demnach weiterhin ein stabiles Instrument mit direktem Bezug zu Risikoprämien der Realwirtschaft dar, schlussfolgern die Autoren.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds und ETFs mit Fokus auf Asset-Backed-Securities jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Credit Private Debt & Asset-Backed. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 16.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 34 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 160 Universen.