Staatsfonds diversifizieren in risikoreichere Assets
State Street Global Advisors hat die Portfolio-Strukturierung der weltweit größten Staatsfonds (Sovereign Wealth Fonds, SWF) in einer aktuellen Studie untersucht. Insgesamt sind die Assets under Management der SWFs im Zeitraum von 2002 bis 2014 auf ein Volumen von 5,5 Trillionen USD angestiegen, was einem jährlichen Wachstum von 20 % entspricht. Dieser Anstieg ist zurückzuführen auf den seit 2008 gewachsenen Anteil der sogenannten Higher-Yield und Higher-Risk-Asset-Klassen. In der Zeit von 2012-2014 hat sich der Anteil der Aktien und Private Markets, d.h. Immobilien, Alternatives und Private Equity auf zwei Drittel der Portfolios summiert. Am stärksten vertreten waren Aktien mit durchschnittlich 40 %. 
Quelle: SSGA research
In der Zeitperiode 2002-2007 verfolgten die untersuchten SWFs eine nahezu einheitliche Portfolio-Strukturierung. Zwischen 2012 und 2014 vergrößerte hingegen nur die Hälfte der SWFs ihren Anteil an Private Markets Investments, während die andere Hälfte diesen verkleinerte. Eine ähnliche Entwicklung ist bezüglich Aktien zu beobachten. Insgesamt bestehen unter den SWFs mittlerweile abweichende Interpretationen der Marktchancen und ein daraus resultierendes abweichendes Portfoliomanagement.
Quelle: SSGA research
Bei den Anlageklassen legen vor allem die großen Fonds ihren Fokus auf Aktien. Sie haben im Gegensatz zu den kleineren SWFs frühzeitig zu den Higher-Yield und Higher-Risk-Asset-Klassen gewechselt und weisen einen geringeren Asset-Anteil an Cash und Anleihen auf. Diese Unterschiede werden auf eine höhere Risikotoleranz und Effizienz der großen Fonds zurückgeführt.
Darüber hinaus deuten erste Untersuchungen darauf hin, dass die Portfolio-Entwicklung der SWFs der globalen Asset-Management-Branche in einigen Bereichen zeitlich entgegengesetzt ist. So haben beispielsweise SWFs während der Finanzkrise weiterhin in den Finanzsektor investiert, obwohl diese Branche von den übrigen Investoren gemieden wurde.
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