Deutsche Spezialfonds setzen Wachstumskurs fort
Das Gesamtvolumen des in Deutschland in Fonds verwalteten Vermögens beträgt derzeit 2,5 Billionen Euro, davon 1.231 Mrd. Euro in Form institutioneller Spezialfonds, zeigt die jährliche Spezialfondsstudie von Telos. Hierzu wurden 76 institutionelle Investoren aus Deutschland befragt. Binnen eines Jahres steigerte sich das Volumen der Spezialfonds damit um 15 %. Dennoch sank die Quote des von institutionellen Investoren in Spezialfonds investierten Anlagevermögens auf 28 % nach 34 % in den Vorjahren. Direktanlagen machen hingegen rund zwei Drittel aller Assets aus. Vor allem Versorgungswerke setzen auf die Spezial-AIFs, während sie bei Versicherern und Banken eher eine untergeordnete Rolle spielen. 
Quelle: Telos
Unverändert entfällt mit 43 % der Großteil der Spezialfondsmandate auf die Asset-Klasse Renten, wobei die Anleger insbesondere in den Segmenten Corporates und High Yield Bonds aktiv sind. Dahinter folgen Aktienfonds mit 18 % und Immobilienfonds mit 17 %. Auffällig ist, dass mit 9 % nahezu jedes zehnte Spezialfondsmandat im Bereich Infrastruktur angesiedelt ist. Weiterhin stellen die Autoren der Studie fest, dass der Trend bei Spezialfondsmandaten zu aktiv gemanagten Lösungen geht, während klassische passive Ansätze über ETFs realisiert werden. 
Quelle: Telos
Niedrige Zinsen und laufende Fälligkeiten befördern das Interesse institutioneller Anleger, insbesondere Versicherer, an Spezial-AIFs, was sich darin niederschlägt, dass jeder zweite Investor plant, innerhalb der nächsten zwei Jahre einen neuen Fonds aufzulegen. Für künftige Engagements stehen Unternehmensanleihen und Staatsanleihen ganz oben auf der Beliebtheitsskala, gefolgt von Aktien. In allen Teilbereichen werden aktive Mandate favorisiert, am deutlichsten ist dies bei den Corporates, wo kein Befragter primär auf passive Konzepte setzen möchte. Wenig überraschend stellt die Performance das wichtigste Entscheidungskriterium bei der Auswahl neuer Manager dar. Vor dem Hintergrund zunehmender regulatorischer Anforderungen bleibt zudem das Risikomanagement von hoher Bedeutung.
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