Socially Responsible Investments erzielen verbesserte risikoadjustierte Rendite
Investoren können eine höhere risikoadjustierte Rendite durch Socially Responsible Investments (SRI) erzielen. Zu diesem Ergebnis kommen Thomas Merz, Pawel Janus und Marcin Wojtowicz von UBS in einem White Paper, in dem regelbasierte SRI-Indexportfolios analysiert wurden. Voraussetzung war zudem die Anwendung eines transparenten SRI-Screenings. Der Fokus der Untersuchung lag auf der empirischen Überprüfung der Bedenken, die häufig bei SRI-Portfolios geäußert werden. So wurde untersucht, ob die Performance eines SRI-Portfolios aufgrund der eingeschränkten Investmentopportunitäten sowie des schlechteren Diversifikationspotenzials geringer ausfalle im Vergleich zu einem konventionellen Portfolio. Der Untersuchungszeitraum bewegt sich von Oktober 2007 bis März 2016, um den Einfluss verschiedener Marktbewegungen und Marktkorrekturen abbilden zu können.
Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass zwischen der Rendite von SRI- und konventionellen Portfolios nur geringfügige Abweichungen bestehen. Somit konnte kein empirischer Beweis dafür gefunden werden, dass durch ein SRI-Screening Portfoliorisiken vergrößert werden. Vielmehr bieten SRI-Portfolios eine verbesserte risikoadjustierte Rendite im Gegensatz zu konventionellen Portfolios. Die Autoren erklären das Ergebnis damit, dass in den SRI-Portfolios keine Unternehmen gelistet sind, die mit kontroversen Aktivitäten in Verbindung gebracht werden können. 
Quelle: Merz, Janus & Wojtowicz (2016)
Abschließend wurde die Rendite der SRI-Portfolios anhand zweier Faktormodellen untersucht. Hier konnten die Autoren allerdings kein signifikantes SRI-Alpha nachweisen. Robustheitstest bestätigten die Ergebnisse.
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