Small-Cap-Aktien durchlaufen strukturellen Wandel
Small-Cap-Aktien sind deutlich robuster durch die Finanzkrise gekommen als durch vorherige Krisen und konnten auch in der folgenden Rallye der Märkte Large-Cap-Titel outperformen, stellt Axa Investment Managers in einem kurzen Analysepaper im Februar fest. Für die erwartete Erholung der Weltkonjunktur besitzen Small Caps daher nach wie vor ein größeres Upside-Potenzial als der Rest des Aktienmarkts. Neu ist die Erkenntnis der Autoren, dass Small Caps die letzte Rezession erheblich stabiler durchlaufen haben als historisch zu erwarten war, was die Autoren auf einen strukturellen Wandel im kleinen Unternehmenssektor zurückführen.
Quelle: Axa Investment Managers
Ein Grund für die gewachsene Stabilität in Abschwungphasen liegt demnach darin begründet, dass viele Unternehmen heute geographisch breiter aufgestellt sind als vor einigen Jahren. So haben beispielsweise europäische Small Caps ihr Geschäft in Asien und den USA ausgebaut und sind dadurch weniger konjunkturabhängig. Amerikanische Small Caps steigerten ihren Auslandsanteil am Umsatz von 11 % auf 17 % in den letzten zwanzig Jahren.
Quelle: Axa Investment Managers
Darüber hinaus bleiben die Vorteile von Small Caps gegenüber Large Caps in Aufschwungphasen bestehen. Small Caps sind flexibler aufgestellt und stärker durch strukturelle Wachstumstreiber beeinflusst. Aus Sicht eines aktiven Managementansatz ergeben sich aus der niedrigeren Liquidität und der geringeren Anzahl von Analysten eine Reihe von Opportunitäten, schlussfolgert Axa.