Sinnvolle Performancemaße für Hedgefonds
Ein häufiger Fehler in der Bewertung des Erfolges von Hedgefonds liegt darin, aggregierte Hedgefondsindizes mit einem Aktienindex, etwa dem S&P 500, zu vergleichen und daraus Schlüsse bezüglich Out- oder Underperformance zu ziehen. Die Alternative Investment Management Association schlägt fünf Schritte vor, durch die die Performance des Segments systematischer bewertet werden kann. Zunächst ist es zielführend nicht die absoluten Renditen zu vergleichen, sondern risikogewichtete Erträge zu betrachten. Hier zeigt sich sowohl auf kurze als auch auf lange Sicht eine Outperformance des Hedgefondssegments gegenüber Anleihen und Aktien. Zudem sollte der Erfolg alternativer Strategien nicht nur kurzfristig bewertet werden, denn gerade über lange Zeiträume entfalten sich die Vorteile von Hedgefonds, etwa die im Vergleich zu Aktien oftmals geringere Anfälligkeit bei turbulenten Marktphasen.
Quelle: AIMA
Hedgefonds verfolgen keine homogene Strategie, sondern sind in ihren Ansätzen sehr heterogen, oftmals auch negativ korreliert. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, sie nicht als eine Asset-Klasse zu betrachten, sondern nach verschiedenen Strategien aufzuschlüsseln, bevor sie mit Benchmarks verglichen werden. Dies verhindert, dass die Erfolge der einen Strategie mit den Verlusten anderer Taktiken verrechnet werden und damit das Ergebnis verzerren. Zudem sollte auf die von den Fonds gehandelten Assets geachtet werden. So ist es nicht zielführend, einen Hedgefonds, der im Fixed-Income-Segment aktiv ist, mit einem Aktienindex zu vergleichen.
Quelle: AIMA
Daneben gilt es, auch bei der Auswahl eines Hedgefondsindex mit Bedacht vorzugehen, da sich diese stark unterscheiden können: Nicht nur bezüglich der Anlagestrategie, sondern ebenso unter Berücksichtigung der enthaltenen Fonds (investierbar/geschlossen), der Frequenz der Indexberechnung, der Gewichtung und anderer Charakteristika.