02.06.2014 | Märkte

PwC prognostiziert starkes Wachstum für Immobiliensektor

Getrieben vom Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum in den Schwellenländern wird das institutionell investierbare Immobilienvolumen bis 2020 weltweit mehr als 45 Billionen US-Dollar erreichen, schreibt PricewaterhouseCoopers in einem Ende März veröffentlichten Report. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 5,8 %, wobei der Zuwachs in Schwellenländern mit 8,9 % erheblich höher ausfallen wird als in den entwickelten Staaten mit 3,7 %.
Bis 2030 rechnet PwC mit einem Marktvolumen von 69 Billionen US-Dollar weltweit. Vor allem in Schwellenländern wird sich die Urbanisierung demnach fortsetzen und die Mieterqualität sowie Rechtsstabilität stetig verbessern. Wachsende Mittelschichten und Großstädte eröffnen dabei neue Märkte für Immobilieninvestoren.


Quelle: PwC

Institutionelle Anleger werden bei der Finanzierung weiterhin eine zentrale Rolle einnehmen. Zur Finanzierung der Urbanisierung wird eine enge Zusammenarbeit mit den lokalen Regierungen erfolgsversprechend und notwendig sein, schreiben die Autoren. Anfang des Jahres hatte PwC bereits in einer ähnlichen Studie das Marktpotenzial der globalen Asset-Management-Industrie auf mehr als 100 Billionen US-Dollar geschätzt, wobei von den alternativen Asset-Klassen ein überdurchschnittliches Wachstum erwartet wird, wie der Absolut|report berichtete. Immobilien stehen bei den meisten Investoren an erster Stelle und so wird sich der Wettbewerb um Objekte in Kernlagen weiter zuspitzen.


Quelle: PwC

Zu den Megatrends im Immobiliensektor zählen die Autoren neben der wachsenden Bedeutung der Schwellenländer in erster Linie Nachhaltigkeit, Technologie und Demographie. Die demographische Entwicklung in den Industriestaaten verändert auch die Nachfragestruktur am Immobilienmarkt. Entscheidender Werttreiber wird nach Auffassung von PwC ein nachhaltiges Gebäudemanagement sein. Der Fokus auf klimaneutrale Lösungen wird demnach ein zentrales Element für die Wertentwicklung. Auch der technologische Fortschritt verändert die Nachfrage nach klassischen Büro- und Einzelhandelsimmobilien.

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