Sinkende Dynamik bei deutschen Büro- und Handelsimmobilien
Die DG HYP hat in einem Marktüberblick die Entwicklung von Büro- und Einzelhandelsimmobilien in Deutschland untersucht. Dabei werden sowohl die sieben Top-Standorte als auch zwölf regionale Oberzentren, darunter etwa Bremen, Hannover, Dresden und Leipzig betrachtet. Im Segment der Büroimmobilien hat 2014 das Wachstum ein wenig nachgelassen, was auch makroökonomischen Verwerfungen geschuldet war, etwa der Ukraine-Krise. Gestützt wurde die Entwicklung durch das sinkende Angebot an modernen und großen zusammenhängenden Flächen sowie der zunehmenden Veraltung angebotener Objekte. Der vor allem in den Top-Lagen hohe Leerstand ist 2014 deutlich zurückgegangen; in den Oberzentren betrug die Leerstandsquote 6,1 %, in den Top-Städten waren es 8,3 %. An allen untersuchten Standorten mit Ausnahme von Bremen entwickelte sich die Spitzenmiete in den vergangenen fünf Jahren positiv. Seit 2009 stieg die Miete in den Oberzentren um 12 %, in den Top-Städten waren es 11 %. Im vergangenen Jahr waren es entsprechend 0,7 % bzw. 2,4 %. Teuerster Bürostandort ist unverändert Frankfurt, dicht gefolgt von München.
Quelle: DG HYP
Bei Einzelhandelsflächen besteht vor allem für die 1A-Lagen eine hohe Nachfrage. Randlagen dagegen profitieren von den günstigen makroökonomischen Bedingungen nur, wenn sie in die Top-Lagen eingebunden oder selbst weiterentwickelt werden. Die Mietdynamik von Büro- und Einzelhandelsimmobilien hat sich über die letzten fünf Jahre sehr heterogen entwickelt: Während in den Oberzentren sowohl im Büro- als auch im Einzelhandelssegment die Spitzenmiete jeweils um rund 10 % gestiegen ist, beträgt das Plus in den Top-Städten für Handelsobjekte mit 20 % das Doppelte der Steigerung von Büroimmobilien. Für das laufende Jahr rechnen die Autoren mit einer Abschwächung der Steigerung der Spitzenmieten.
Quelle: DG HYP
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