04.06.2015 | Studie

Europäische Pensionspläne setzen zunehmend auf Alternatives

Wie eine Studie des Beratungsunternehmens Mercer zeigt, sind aktuell im Schnitt 14 % des gesamten Anlagevolumens in alternativen Anlagen inkl. Real Estate investiert, ein Anstieg um 2 Prozentpunkte gegenüber 2014. Die Studie umfasste europaweit 1.100 institutionelle Investoren mit insgesamt 950 Mrd. Euro Assets under Management. Sämtliche Teilsegmente, dazu gehören neben Private Equity und Hedgefonds auch Real Assets, verzeichneten Zuflüsse. Bei der Aktienquote dagegen ergaben sich keine deutlichen Änderungen. Während kontinentaleuropäische Pensionspläne ihre Aktienengagements leicht erhöht haben, sanken diese in Großbritannien und Irland. Im Mittel machen Aktien 32 % der Portfolios aus, wobei hier eine große Streuung überverschiedene Länder besteht: Während in Belgien fast die Hälfte der Assets in Aktien investiert ist, sind es in Deutschland (nicht-CTA) lediglich 15 %. Im Gegenzug investieren gerade die regulierten deutschen Pensionspläne verstärkt in alternative Anlagen, deren Anteil auf 33 % stieg, ein Plus von 12 Prozentpunkten.


Quelle: Mercer

Vor allem bei den Aktien- und Anleihenanteilen der Portfolios verfolgen die Pensionspläne in zunehmendem Maße passive Anlagestrategien. Jeweils knapp die Hälfte der Engagements wird hier passiv investiert. Alpha dagegen wird in alternativen bzw. weniger regulierten Anlageklassen gesucht. Auffällig ist jedoch, dass mit der Größe der Pensionspläne auch der Anteil des aktiv verwalteten Vermögens steigt. Zunehmende Bedeutung messen die Pensionspläne Nachhaltigkeitsaspekten bei. Lediglich ein Drittel der Befragten gab an, dass ESG-Aspekte bei der Anlage nicht berücksichtigt werden, im Vorjahr war es noch knapp die Hälfte. Die beiden wesentlichen Gründe für diese Entwicklung sind einerseits Reputationsrisiken, andererseits die Überzeugung, dass ESG-Risiken finanzielle Auswirkungen nach sich ziehen können.

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