Short-Duration-ETFs gewinnen Marktanteile
Der ETF-Markt hat ein weiteres Rekordjahr hinter sich, wie BlackRock Anfang Januar im monatlich erscheinenden ETF Landscape festgestellt hat. Der Gesamtmarkt wuchs im vergangenen Jahr um 235 Mrd. US-Dollar und kam Ende Dezember auf ein Volumen von mehr als 2,4 Billionen US-Dollar. Wachstumstreiber waren Aktien-ETFs, die neue Mittel in Höhe von 247 Mrd. US-Dollar aufnehmen konnten - so viel wie noch nie. Knapp 60 % davon entfielen auf amerikanische Aktien. Abflüsse von rund 10 Mrd. US-Dollar mussten dagegen Schwellenländeraktien verkraften. Insgesamt rund 65 Mrd. US-Dollar flossen in Smart-Beta-ETFs, also solchen Produkten, die anstelle eines kapitalgewichteten Index auf alternative Gewichtungsmethoden etwa nach Volatilität oder Risikofaktoren zurückgreifen.
Quelle: BlackRock
Im Bereich Anleihen war das Jahr 2013 vor allem durch eine Verkürzung der Duration gekennzeichnet. In der zweiten Jahreshälfte stagnierten die Nettozuflüsse nach der Ankündigung des Tapering-Programms der Zentralbank in den USA. In Folge dessen konnten Short-Duration-ETFs Marktanteile gewinnen und rund 36 Mrd. US-Dollar frisches Kapital anziehen. Die übrigen Laufzeiten verloren rund 8 Mrd. US-Dollar verwaltetes Vermögen, so dass in der Summe ein Nettozufluss von knapp 28 Mrd. US-Dollar für Fixed-Income-ETFs zu Buche steht.
Quelle: BlackRock
Auch der klassische Anleihenfondsmarkt zeigt ein entsprechendes Bild. Short-Duration-Produkte konnten 128 Mrd. US-Dollar aufnehmen, während die übrigen Laufzeiten Abflüsse von mehr als 213 Mrd. US-Dollar verkraften mussten.