15.01.2014 | Studie

Chinas Investments in europäische Clean-Energy-Unternehmen stagnieren

Die chinesischen Investitionen im europäischen Clean-Energy-Sektor fielen in den ersten drei Quartalen 2013 deutlich schwächer aus als zunächst erwartet, wie eine Studie der Anwaltssozietät Taylor Wessing zeigt. Gegenüber 2012, als chinesische Unternehmen noch 13 Akquisitionen von europäischen Clean-Energy-Unternehmen im Gesamtwert von 510 Mio. US-Dollar abgeschlossen hatten, ist 2013 mit nur zwei angekündigten Übernahmen eine deutliche Verringerung sichtbar. Hinzu kommt, dass ebenfalls keine nennenswerten Neuengagements in Energie-Infrastruktur-Assets zu verzeichnen waren. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf politische Einflussfaktoren, wie etwa die deutliche Senkung der Subventionen für erneuerbare Energien und Unsicherheiten bezüglich künftiger politischer Entscheidungen in Europa. Verschärft wurde diese Situation durch ungünstige Wechselkursbewegungen. Daneben hat sich auch die Konkurrenzsituation verändert: Sowohl Südafrika als auch Japan und Lateinamerika haben sich in den vergangenen anderthalb Jahren zu Wachstumsmärkten in der Branche entwickelt.


Quelle: Taylor Wessing

Dennoch gehen die Autoren davon aus, dass die Anzahl der Transaktionen in Zukunft wieder anziehen wird. Einerseits bleibt Europa trotz des starken Wachstums anderer Regionen ein großer Markt, auf dem sich darüber hinaus auch überdurchschnittlich hohe Margen realisieren lassen. Andererseits besteht in China ein großer Bedarf an innovativen Technologien, was zudem europäischen Unternehmen insbesondere im Segment Offshore-Wind neue Potentiale eröffnet. Zuletzt stellen Investitionen in Europa für China eine Möglichkeit dar, das Exposure gegenüber dem US-Dollar zu verringern und die Devisenreserven von aktuell 3,3 Billionen US-Dollar breiter zu streuen.


Quelle: Taylor Wessing

Nicht nur China ist als asiatischer Investor für Europa interessant. In den vergangen zwei Jahren haben die japanischen Investitionen die chinesischen deutlich übertroffen. So haben japanische Unternehmen seit 2012 über drei Mrd. US-Dollar in europäische Clean-Energy-Unternehmen investiert.

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