07.04.2009 | 

SFA warnt vor diskriminierender Regulierung von Hedgefonds

Die Swiss Funds Association (SFA), der für die Interessenvertretung der Schweizer Fondsindustrie zuständige Verband, hat in einer veröffentlichten Kurzmitteilung an die IOSCO, den Weltverband der Börsenaufsichten, vor einer unreflektierten und unterschiedslosen Verschärfung der Regulierung von Hedgefonds gewarnt. Dies würde die Branche, die in weiten Teilen und vielen Ländern bereits direkten Vorschriften unterworfen ist, in einer ungerechtfertigten Weise benachteiligen. Dabei erinnert die SFA daran, dass Hedgefonds nicht die Auslöser der Systemkrise seien.

Neben der direkten Regulierung unterliegen Hedgefonds auch in umfangreichem Maße der indirekten Regulierung, da Banken und Prime Broker sowie Investoren (z. B. Versicherungen) strikte Regeln befolgen müssen, wenn sie einem Fonds Leverage zur Verfügung stellen bzw. in sie investieren wollen. Auch gebe es umfangreiche Standards zur Selbstregulierung, die von vielen Hedgefonds befolgt werden würden, sodass man nicht von einer im Ganzen unregulierten Branche sprechen könne.

Die SFA schlägt daher vor, dass man Hedgefonds nicht generell strikter regulieren solle, sondern dass sich Regierungen und Aufsichtsbehörden auf jene Anlagevehikel konzentrieren sollten, die sich bislang der Regulierung entziehen würden. Hinzu komme, dass eine exakte Abgrenzung der Hedgefonds-Branche durch oberflächliche Kriterien wie Verwendung von Leverage oder Erzielen absoluter Erträge nicht möglich sei.

Weiterhin macht die SFA einige generelle Vorschläge, wie eine künftige Regulierung aussehen könnte. Dazu gehört in erster Linie, dass geprüft werden müsse, ob die bestehenden Vorschriften nicht ausreichend seien, wenn sie in der richtigen Weise angewendet werden würden und dass man einen international einheitlichen Rahmen schaffen sollte, um die Effizienz zu erhöhen.

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