Sektoranalyse von Unlisted Infrastructure
Nicht börsennotierte Infrastrukturinvestments als vergleichsweise illiquide Anlageklasse sind vor allem für langfristig orientierte Investoren interessant. MSCI bildet dieses Segment seit 2009 in einem eigenen Index ab, dem MSCI Global Quarterly Infrastructure Asset Index, und hat in einer aktuellen Analyse die sektorspezifischen Eigenschaften für Investoren untersucht. Dominiert wird die Asset-Klasse von den Branchen Transport und Energie, die gemeinsam rund zwei Drittel des Index ausmachen. Über die letzten fünf Jahre erzielte der Index eine annualisierte Performance von 14 % und liegt damit über den Renditen von Aktien und Anleihen. Auch die nicht notierten Infrastrukturanlagen konnten Listed Infrastructure deutlich outperformen. Grund für diese Entwicklung ist wahrscheinlich eine unterschiedliche Sektorgewichtung. Wird die gleiche Sektorgewichtung auch für Listed Infrastructure verwendet, performt diese Asset-Klasse besser.
Quelle: MSCI
Anders als beim Gesamtsegment gab es bei unlisted Transport auch während der Finanzkrise 2009 keine Kapitalverluste. Weiterhin kam der Aufschwung im Anschluss schneller; seit Q3 2009 liegen die Renditen im zweistelligen Bereich, auch wenn die Volatilität leicht über der des Gesamtsektors liegt. Noch deutlich schwankungsintensiver zeigt sich das Segment der unlisted Energieinfrastruktur. 
Quelle: MSCI
Auf der Risikoseite ist über die vergangenen Jahre ein Trend zum Deleveraging zu beobachten. So sank die Leverage-Quote von rund 62 % auf unter 54 %. Besonders deutlich ist diese Entwicklung im Subsegment Energie. Risikoadjustiert lieferten vor allem die Segmente mit niedrigem und moderatem Risiko eine solide Performance.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Listed Infrastructure jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Listed Infrastructure & Private Equity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 10.000 institutionelle Publikumsfonds, aufgeteilt in 23 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 80 Universen.