Anlagetrends bei Staatsfonds und Zentralbanken
Invesco hat eine Umfrage unter 59 Staatsfonds, staatlichen Pensionsfonds und Zentralbanken weltweit durchgeführt, um die Entwicklungen ihrer Asset-Allokation zu analysieren. Für Staatsfonds die aus Rohstoffgewinnen finanziert werden, war der Ölpreisverfall ein Dämpfer. Nordamerika ist besonders stark betroffen. Hier gehen 80 % der befragten Investoren davon aus, dass die Finanzierungsmittel abnehmen werden. Weltweit erwarten dies nur 42 % der rohstofffinanzierten Staatsfonds. Im Gegensatz zu Nordamerika meinen zwei Drittel der Befragten, dass es zu Mittelabflüssen kommen wird, wenn der Ölpreis zwei Jahre unter einen Preis von 40 US-Dollar pro Barrel bleibt. Die Staatsfonds in Nordamerika erwarten mehrheitlich zudem, dass ihre Einlagen durch die Regierung gesichert sind. Insgesamt gehen die Staatsfonds jedoch davon aus, dass sie Mittelabflüsse deutlich besser managen können als noch während der Finanzkrise. 
Quelle: Invesco
Bei der Asset-Allokation ist ein Trend in Richtung breiterer Diversifikation zu beobachten. Insbesondere alternative Anlagen und Infrastrukturinvestitionen in Entwicklungsländern machen einen größeren Anteil des Portfolios aus. Infrastruktur ist ein wichtiger Investmentbereich und aufgrund seiner "low frequency-high value" Struktur wird die Suche und das Verhandeln der Deals von mehr als der Hälfte der Befragten als die schwierigste Aufgabe wahrgenommen.
Quelle: Invesco
Währungen sind in letzter Zeit ein viel beachtetes Thema, die Autoren können allerdings keine einheitliche Positionierung der Fonds festellen und unterteilen sie deshalb in unhedged, hedged und eine aktive Gruppe. Sie erwarten jedoch, dass die Bedeutung eines aktiven Managements zunehmen wird.
Bei den Zentralbanken ist ein Trend zur breiteren Diversifikation der Währungsreserven vorzugsweise in australische und neuseeländische Dollar und zum chinesischen Renminbi zu verzeichnen. Vor allem bei Zentralbanken mit einem Überschuss ist zu erkennen, dass risikoreichere Investments steigen. Fast die Hälfte geht davon aus, dass der Aktienanteil in Zukunft zunehmen wird. Dies bietet neue Möglichkeiten für Asset Manager, da Zentralbanken häufig nicht über die nötigen internen Strukturen verfügen.