SDG-Strategien institutioneller Investoren
Die Mehrzahl der größten europäischen Asset Owner berücksichtigt in ihrer Berichterstattung die nachhaltigen Entwicklungsziele der UN (Sustainable Development Goals - SDGs), zeigt eine Analyse der französischen Ratingagentur Novethic. Untersucht wurden die 228 PRI-Unterzeichner aus Europa. Die 119 Unternehmen, die die SDGs in ihrem Reporting berücksichtigen, machen 86% des des verwalteten Vermögens aus. Alle 17 Asset Owner, die mehr als 100 Mrd. Euro verwalten, nehmen in ihrer Berichterstattung Bezug auf die SDGs. Besonders die Ziele 13 (Klimawandel), 8 (nachhaltiges Wachstum) und 11 (nachhaltige Städte) stehen im Fokus.

Quelle: Novethic
Daraus folgt jedoch nicht, dass die Ziele auch in der Kapitalanlage eine zentrale Rolle spielen oder systematisch in das Reporting-Framework integriert werden. Von den 119 Asset Owners geben 80 an, die SDGs als Guideline in ihrer Anlagestrategie zu verwenden. Allerdings veröffentlichen davon nur 10 Details über die Methodik, die sie dabei anwenden. Für die anderen 70 dienen die SDGs eher als genereller Orientierungsrahmen, bspw. bei der Formulierung von Ausschlüssen und Divestments oder als thematisches Ziel, zu dem ein Investment beiträgt. Eine klar formulierte Strategie fehlt in diesen Fällen jedoch oftmals und es ist unklar, ob eine Investition von vorherein mit SDG-Bezug eingegangen oder im Nachhinein auf Ziele gemappt wurde.

Quelle: Novethic
Die Autoren heben positiv hervor, dass die SDGs bei institutionellen Investoren an Bedeutung gewinnen und, dass viele sich bereits an den Zielen orientieren. Bei der Verankerung in Geschäfts- und Anlageprozesse steht die Mehrheit europäischer Anleger jedoch noch am Anfang.
Mit der Publikation Absolut|impact zeigt Absolut Research das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren auf. Anleger erfahren durch Fachbeiträge zu Strategien, Trends, ESG-Initiativen und Regulierung, wie sie nicht nur ihr Portfolio, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen (mit)gestalten können.