Schweizer Fondsbranche zeigte sich trotz Finanzkrise stabil in 2008
Die schweizer Fondsindustrie kann auf ein relativ erfolgreiches Jahr 2008 zurückblicken. Das von schweizer Investmentgesellschaften verwaltete Vermögen sank trotz der Finanzkrise nur um ca. 8% auf 234 Mrd. Schweizer Franken (CHF). Die Zahl der Fonds wuchs um 84 auf 862. Dies geht aus den Berichten der Branchenorganisation Swiss Funds Association (SFA) hervor.
Erfolgreich zeigten sich insbesondere Geldmarkt- und Rentenfonds, deren verwaltetes Vermögen um 16 Mrd. CHF auf 80 Mrd. CHF wuchs. Die Zahl der Fonds stieg um 14 auf 170. Auch Immobilienfonds konnten ein positives Ergebnis vorweisen. Hier stieg das verwaltete Vermögen um knapp 50% auf 17 Mrd. CHF. Die Zahl der Fonds stieg um 4 und beträgt nun 21. Größere Verluste mußten Aktienfonds und Strategiefonds hinnehmen. Das Vermögen sank hier um 30% bzw. 22% auf 47 Mrd. CHF bzw. 77 Mrd. CHF. Dabei nahm die Zahl der Fonds sogar um 26 bzw. 38 zu und beträgt nun 308 Aktienfonds und 288 Strategiefonds.
Alternative Fonds zeigten sich nahezu unverändert in 2008. Die Zahl der Fonds stieg hier von 73 auf 75, das verwaltete Vermögen sank um ca. 300 Mio. CHF und verbleibt bei einem Wert um 13 Mrd. CHF. Die SFA erwartet, dass die schweizer Fondsindustrie gestärkt aus der Krise hervorgeht, da sie den Umgang mit neuen Regularien gewohnt ist, und der in der Schweiz gepflegte Anlegerschutz durch die Krise wieder mehr an Bedeutung gewonnen hat.