14.01.2009 | Studie

Europäische Unternehmen erwarten weiterhin Fusionen und Übernahmen

Die Boston Consulting Group in Zusammenarbeit mit der UBS befragte mehr als 160 CEOs börsennotierter Unternehmen in Europa zu den Aussichten für Mergers und Acquisitions in 2009. Die Mitte Dezember 2008 veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise große, möglicherweise branchenumwälzende, Fusionen in Gang setzen wird.

43 Prozent der befragten Unternehmen sind der Überzeugung, dass kommende Fusionen und Übernahmen die bestehende Ordnung in ihren jeweiligen Branchen in Frage stellen könnte. Besonders hoch ist diese Erwartungshaltung bei Banken und Versicherungen, sowie in den Bereichen Telekommunikation und Technologie. Diese Erwartungshaltung stimmt mit den Erfahrungen aus historischen Krisen in den 1930er und 1970er Jahren überein.

Anteil der Unternehmen die 2009 Übernahmen erwarten, welche ihren Sektor verändern werden.


Quelle: UBS und BCG

BCG identifiziert drei Gründe für diese Einschätzung: Der Druck zur Konsolidierung in einigen Industrien sei sehr hoch, des Weiteren hätten viele Unternehmen am Kapitalmarkt eine relativ attraktive Bewertung. Darüber hinaus gäbe es bedingt durch die Finanzkrise eine Vielzahl geschwächter und somit leichter zu akquirierender Konkurrenten.

Fast ein Drittel der Unternehmen plant innerhalb des nächsten Jahres die Übernahme eines Unternehmens mit einem Umsatz der größer ist als 250 Millionen Euro. 21 Prozent der Befragten beabsichtigt eine Transaktion zu tätigen, mit einem Zielunternehmen dessen Umsatz größer als 10 Prozent des Umsatzes des Käufers ist. Nur 15 Prozent der Befragten halten es für zu risikoreich, derzeit Fusionen und Übernahmen zu tätigen.

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