10.08.2015 | Studie

J. Safra Sarasin untersucht Ölpreisentwicklung und Dynamik der Energiewende

J. Safra Sarasin hat eine Kurzanalyse zu den Auswirkungen des Ölpreisverfalls auf die Energiewende veröffentlicht. Die Autoren gehen davon aus, dass der Ölpreis sich nur langsam erholen und für einige Zeit auf einem geringen Niveau bleiben wird. Sie schlussfolgern, dass vor allem die Weiterentwicklung im Transportwesen und der Stromerzeugung von einem anhaltenden Ölpreis unter 100 US-Dollar je Barrel beeinflusst werden.


Quelle: J. Safra Sarasin

Lediglich 5 % des weltweiten Stroms wird durch Ölverbrennung erzeugt, dennoch beeinflusst der Ölpreis die Stromerzeugung durch seine hohe Korrelation mit dem Erdgaspreis, schreiben die Autoren. Dies senkt den Anreiz für Investitionen in erneuerbare und effizientere Energien. In Europa wurden in vielen Fällen staatliche Förderungen für erneuerbare Energien gekürzt, gekoppelt mit dem geringen Erdgaspreis wird sich die Entwicklung nach Ansicht der Autoren verlangsamen. Sie gehen eher von einer besseren Vernetzung der bestehenden erneuerbaren Energien, als von einer Ausweitung der Kraftwerkskapazitäten aus. Allerdings erwarten sie, dass die Pariser Klimakonferenz im Dezember 2015 strenge Emissionsrichtlinien verabschieden und damit die Wettbewerbsfähigkeit erneuerbarer Energien begünstigen wird.


Quelle: J. Safra Sarasin

Der Absatz von Elektroautos wird ebenfalls negativ vom niedrigen Ölpreis beeinflusst, da für die meisten Käufer die Senkung der Treibstoffkosten der Hauptgrund für den Kauf eines Elektroautos ist. Es sollte also nur mit großer Vor- und Weitsicht in die Branche investiert werden, meinen die Autoren. Dennoch gibt es für Elektroautos weiterhin Potenzial, weil viele Käufer sich unabhängig von den Treibstoffkosten für ein Elektroauto entscheiden. Sie sind beispielsweise am Umweltschutz oder der neuesten Technologie interessiert.

Absolut Research analysiert jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking in der Kategorie Sustainability Equity die besten Asset Manager mit erklärtem Fokus auf nachhaltige Aktieninvestments. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 10.000 institutionelle Publikumsfonds, aufgeteilt in 23 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 80 Vergleichsgruppen.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
Mehr zum Thema "Energiewende"
zurück