20.01.2011 | Studie

Sachwert-Investments für institutionelle Investoren

Institutionelle Investoren sehen eine zunehmende Bedeutung von Sachwerten, ergab eine Studie der Steinbeis-Hochschule Berlin. Für die Studie wurden 152 institutionelle Investoren befragt. Der Gesamtanteil von Sachwerten an institutionellen Portfolios liegt demnach bei 19 %, mit 561 Mrd. Euro Gesamtwert im deutschen Markt. Stiftungen und kirchliche Einrichtungen weisen die größten Portfolioanteile aus, im Gegensatz zu Pensionsvermögen. Immobilien füllen mit 60,5 % das Gros der Allokation in Sachwerten. Interessanterweise zählen die Autoren auch Aktien hinzu, die 24,5 % einnehmen. Der Anteil von Rohstoffen, Gold und Infrastruktur ist hingegen vergleichsweise gering.


Quelle: Steinbeis-Hochschule Berlin

Als besonders attraktiv unter den Studienteilnehmern gilt das Thema Infrastruktur. Gründe seien die Aktualität des Themas, der weltweite Bedarf Infrastrukturinvestitionen und die vermehrte Nutzung von Public Private Partnerships zur Umsetzung von Infrastrukturprojekten. In den nächsten drei Jahren soll sich der Wert der Infrastrukturinvestitionen in den institutionellen Portfolios von gegenwärtig 2,2 % verdreifachen.


Quelle: Steinbeis-Hochschule Berlin

Die größten Anreize für Institutionen in Sachwerte zu investieren, sind laut der Studie Diversifikation mit 98 % Zustimmung und Inflationsschutz mit 92 % Zustimmung. Dabei legen die Investoren ihren Investitionsschwerpunkte klar auf die etablierten und breit verfügbaren Asset-Klassen Immobilien, Rohstoffe und Aktien, während z.B. Transportinvestitionen nur geringes Potential beigemessen wird. Nach Ansicht der Verfasser liegt dies an der geringen Marktdurchdringung dieser Investments.

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