Abhängigkeiten von Outperformance und Manageraktivität
Eine Ende September von der NYU Stern School of Business veröffentlichte Research-Arbeit analysiert die Performance von U.S.-Aktienfonds. Vorangegangene Studien haben ergeben, dass die Mehrheit der Manager keine Outperformance gegenüber ihren Benchmarks erzielen kann. Der Autor erweitert eine eigene Arbeit und setzt den Zeitraum einschließlich der Finanzkrise fort.
Aufbauend auf Cremers und Petajisto (2009), wird ein "Active Share" der Fonds festgelegt, der die Abweichung von der Benchmark durch Über- oder Untergewichtungen festlegt. Auf Grundlage des Active Share werden dann verschieden aktive Gruppierungen gebildet. Als zweites Maß für die Aktivität eines Managers gilt der Tracking Error.
Quelle: Petajisto (2010)
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass im Durchschnitt die Underperformance der Fonds 0,41 % beträgt. Zwischen den verschiedenen Gruppierungen gibt es jedoch erhebliche Unterschiede. Am besten schneiden "Active Stock Pickers" ab, die eine Outperformance in Höhe von 1,26 % nach Gebühren bzw. 2,61 % vor Gebühren zeigen. Am schlechtesten schneiden Fonds ab, die sich nahe am Index bewegen. Ein weiteres Argument von aktiven Managern, dass in Abwärtsphasen mehr Schutz geboten wird, ist am Beispiel der Finanzkrise widerlegt. Die durchschnittliche Underperformance für diesen Zeitraum beträgt -3,15 %.
Quelle: Petajisto (2010)
Bei Long-Only-Investments in Aktien sollten Investoren daher in günstige Indexprodukte oder in qualifizierte und überdurchschnittlich aktive Manager investieren.