05.06.2008 | Survey

Rückgang auf europäischem Private Equity-Markt

In der aktuellen Umfrage von Candover über die Entwicklung des europäischen Private Equity Marktes im ersten Quartal 2008 zeigt sich ein starker Rückgang bei den Transaktionen (-21%)  sowie dem Gesamttransaktionsvolumen (-34%) gegenüber dem vierten Quartal 2007. Dies ist der niedrigste Wert seit dem ersten Halbjahr 2006.

Begründet wird der starke Einbruch u.a. mit den anhaltenden Problemen auf dem Kreditmarkt, bzw. den eingeschränkten Möglichkeiten von fremdfinanzierten Transaktionen, und der nachlassenden Konjunktur. Am stärksten fiel der Rückgang bei den Buyout-Transaktionen aus. Diese gingen im ersten Quartal um 33% zurück, wobei vor allem der Markt für Großtransaktionen von über 1,65 Mrd. Euro betroffen war. Die Buyout-Aktivitäten im mittleren Marktsegment blieben stabil. Insgesamt gab es in diesem Bereich ein 3-Jahres-Tief.

Nach wie vor ist der britische Buyout-Markt der bedeutendste in Europa gemessen an Transaktionszahl und Volumen (ca. 50% Anteil am gesamteuropäischen Volumen), der sich im ersten Quartal gegenüber den kontinentaleuropäischen Märkten behaupten konnte. Im Einklang mit dem Buyout-Markt brachen auch die Transaktionen im Bereich der Wachstumsfinanzierung um ca. 30% ein. Im Bereich der Early-Stage-Finanzierung blieben die Transaktionen stabil, das Volumen konnte leicht von 431 Mio. Euro auf 459 Mio. Euro zulegen. Hier war Deutschland ein besonders aktiver Markt, in dem drei der fünf größten Transaktionen abgewickelt wurden.

Für das weitere Jahr 2008 wird nur eine moderate Aktivität erwartet, die sich vor allem auf kleinere Transaktionen beschränkt. Dies sieht Candover aber auch als Chance auf höhere Renditen im Falle eines Exits, da die Bewertungen der kleinen Unternehmen besonders "günstig" sind. Gute Chancen sieht Candover vor allem für Investitionen in stark positionierte Unternehmen mit gutem Management.

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