06.06.2008 | Research

Langfristige Renditen von Private-Equity-Backed IPOs in Deutschland

Eine Studie der London Business School mit dem Titel "The Performance of Private Equity-Backed Initial Public Offerings in Germany" untersucht die langfristigen Buy-and-Hold Renditen bei Börsengängen (Initial Public Offering, IPO) von deutschen Unternehmen, die sich zuvor im Besitz von Private Equity Fonds befanden. Der Autor Christian von Drathen beginnt mit einem Überblick über den Private Equity Markt und die politische Debatte von Private Equity Investitionen in Deutschland. Darauf folgen einige Ausführungen zum Stand der Forschung zu Renditen von Private Equity Unternehmen. Er geht dabei auf Aspekte des Behavioural Finance, effiziente Märkte und bisherige Renditeanalysen von IPOs ein.

Der Hauptteil untersucht die langfristigen Renditen von IPOs. Dazu wird eine Gruppe von 138 Private-Equity-Backed IPOs (33 Buyout und 105 Venture-Backed IPOs) mit einer Gruppe von 383 Non-Private-Equity-Backed IPOs verglichen. Der gesamte Beobachtungszeitraum ist die Zeitspanne 1990-2007. Dabei werden die einzelnen IPOs jeweils für 5 Jahre beobachtet. Für die Renditemessung wird neben der absoluten Rendite und dem Vergleich mit einer Benchmark das Jensen Alpha, sowie das Fama-French 2-Factor-Alpha und das Fama-French 3-Factor-Alpa verwendet.

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass Venture-Backed IPOs gegenüber allen anderen IPOs sowohl markt- als auch risikoadjustiert die höchsten Renditen erzielen. Die Ergebnisse von Venture-Backed IPOs sind deutlich volatiler, da sich hohe Renditen auf wenige Unternehmen konzentrieren. Die zweitbesten Renditen erzielten Buyout-Backed IPOs, die markt- und risikoadjustiert besser als der Markt und Non-Private-Equity-Backed IPOs abschnitten. Eine fünfjährige Buy-and-Hold Strategie in Private-Equity-Backed IPOs erzeugte in der Vergleichsgruppe positive abnormale Renditen zwischen 1% bis 2,4% pro Monat.

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