11.06.2015 | Studie

Roland Berger analysiert Zugangswege zu europäischer Infrastruktur

In einer aktuellen Studie von Roland Berger werden die Probleme des Infrastrukturmarktes in der EU dargestellt und Lösungsansätze herausgearbeitet.
Die staatlichen Infrastrukturinvestitionen in der EU sind seit 2010 um ca. 11 % gesunken, obwohl eine gute Infrastruktur für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der EU ein entscheidender Faktor ist. Private Investoren stehen verschiedenen Hindernissen bei Infrastrukturinvestments gegenüber. So sind die meisten Projekte sehr riskant und erfordern eine hohe Expertise. Des Weiteren sind die Regularien in den einzelnen EU Ländern zu komplex, zu unterschiedlich und deren Änderungen zu schlecht vorherzusehen.


Quelle: Roland Berger

Aus diesem Grund hat die europäische Kommission den Europäischen Fonds für strategische Investments (EFSI) gegründet. Dieser Fonds bietet Garantien in Höhe von insgesamt 21 Mrd. Euro, um das Risiko von Infrastrukturprojekten zu senken. Die Autoren haben mehrere Kernpunkte herausgearbeitet, die durch den EFSI umgesetzt werden sollten, um effektivere Anreize für private Investoren zu setzen, Infrastrukturprojekte zu realisieren. Zum Einen ist es wichtig, dass den Investoren mehrere Projekte zur Auswahl gestellt werden, zum Anderen müssen verschiedene Lösungen für Investoren mit unterschiedlichen Risikoneigungen angeboten werden. Durch die Senkung der Risiken mittels des ESFI wird eine Angleichung von geforderter und erwarteter Rendite erreicht. Um den Anreiz noch weiter zu erhöhen, sollten robustere Eigentümer- und Governance-Modelle etabliert werden.

Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Listed Infrastructure jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Listed Infrastructure & Private Equity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 10.000 institutionelle Publikumsfonds, aufgeteilt in 23 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 80 Universen.

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