Regulierung ist Schlüsselthema in der Private-Equity-Branche
EY hat in einer aktuellen Studie die Entwicklungen innerhalb der Private-Equity-Branche untersucht. Für „Disruption - A seismic shift in the private equity industry“ wurden 103 Private-Equity-Fonds und 88 Investoren weltweit befragt. Das Hauptaugenmerk der Befragten richtet sich derzeit auf den Aspekt der Regulierung. Seit 2013 ist der Anteil der Fonds, die regulatorisch geprüft wurden, von 28 auf 47 % angestiegen. Derartige Prüfungen sowie die korrekte Aufschlüsselung der Gemeinkosten werden als die größten Risiken angesehen, die sich aus den regulatorischen Änderungen ergeben. Auf Investorenseite ist man vor allem bei Letzterem mit den bisher Erreichten nicht zufrieden. Weiterhin legen Investoren einen klaren Fokus auf die Qualität des Reportings. Binnen eines Jahres hat sich der Anteil der Investoren, die neben dem Track Record vor allem Wert auf das Reporting legt, auf 45% erhöht und damit mehr als vervierfacht. Verbesserungspotenzial besteht im Wesentlichen bei der Transparenz und der zeitnahen Verfügbarkeit der Reportings. 
Quelle. EY
Als wichtigster Faktor für das Reporting wird das Datenmanagement genannt. Problematisch ist in diesem Zusammenhang die unverändert große Abhängigkeit von manuellen Prozessen und Datenerhebungen. Automatische, digitale Lösungen stehen noch nicht zur Verfügung, so dass weiterhin sehr personalintensiv gearbeitet wird. Outsourcing fristet derzeit noch ein Nischendasein, wird jedoch von Investorenseite gerade im administrativen Bereich, etwa Steuern, Treasury und Fund Accounting, durchaus akzeptiert. 
Quelle: EY
Unter den befragten Investoren stellt Private Equity mit 47 % die beliebteste alternative Asset-Klasse dar. Am häufigsten setzen die Investoren derzeit auf Venture Capital (30 %) gefolgt von Market-based Finance und Buy-Out-Lösungen (24 bzw. 21 %). Regional dominiert Nordamerika mit 61 % der Investments. Rund die Hälfte der Investoren sieht 2/20-Gebührenstrukturen als üblich an. Dies stellt eine deutliche Veränderung zum Vorjahr dar, in dem mehrheitlich niedrigere Gebühren als üblich genannt wurden.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Listed Private Equity jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Listed Infrastructure & Private Equity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 12.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.