Regulierung erfordert Anpassung der Asset-Allokation bei Versicherungen
Alternative Investments nehmen in institutionellen Portfolios eine immer größere Rolle ein, zeigt eine Ende Oktober veröffentlichte Studie von UBS und PwC. Investoren erhöhten in den letzten Jahren gezielt ihre Anlagen in alternative Asset-Klassen und gewinnen zunehmend Erfahrung und Expertise in diesem Sektor. Entsprechend geben über die Hälfte der weltweit befragten Anleger an, sich künftig auf weniger Asset Manager zu beschränken und die Zahl ihrer Geschäftsbeziehungen zu reduzieren. Die zunehmende Institutionalisierung alternativer Asset-Klassen auf der einen und wachsender Regulierungsdruck auf der anderen Seite führen dabei auch zur Weiterentwicklung der Leistungen der Anbieter. Bei der Manager-Selektion sind Transparenz und Liquidität demnach die wichtigsten Faktoren für Institutionelle. Verbesserungspotenzial sehen Investoren bei den Themen Operational Technology, Reporting, Kostenstruktur und eben Transparenz.
Quelle: UBS, PwC
Insbesondere von der Umsetzung von Solvency II werden weitreichende Konsequenzen erwartet. 83 % der befragten europäischen Versicherer rechnen demnach mit negativen Auswirkungen der Direktive auf ihr alternatives Portfolio, weltweit sind es zwei von drei Versicherern. So führen die neuen Anforderungen hinsichtlich Governance, Offenlegung und Reporting dazu, dass Investoren ihre Investmentstrategien im alternativen Bereich überdenken und nach neuen Zugangswegen suchen. Für Anlagen in Immobilien ist der Umfrage zufolge ein Trend zu mehr direkten Investments und Joint Ventures erkennbar, während Immobilienfonds weniger nachgefragt werden.
Quelle: UBS, PwC
An der Umfrage haben 44 institutionelle Investoren mit einem Gesamtvermögen von 1,9 Billionen US-Dollar teilgenommen. 52 Prozent der Befragten stammen aus Europa, 39 Prozent aus den USA. 50 Prozent der Teilnehmer waren Versicherungen, 39 Prozent Pensionsfonds.