15.12.2008 | Studie

Rauser Towers Perrin zeigt Trend zu strategischer Asset-Allocation und Alternative Investments

Die Unternehmensberatung Rauser Towers Perrin hat eine aktuelle Studie zu Pensionsverpflichtungen multinational agierender Unternehmen durchgeführt. Die Analyse mit dem Titel "Pension Risk-Management und Anlage von Pensionsvermögen in multinationalen Konzernen" stützt sich auf eine Befragung von Verantwortlichen für die Anlage von Pensionsvermögen in großen international agierenden Unternehmen in Deutschland.

Diese Unternehmen betrachten demnach ihre Pensionsverpflichtungen und die zu deren Deckung reservierten Vermögenswerte zunehmend als Einheit. Die integrierte Sicht kommt in einem gemeinsamen Blick auf Pensionsvermögen und -verpflichtungen bei der Definition der Anlagestrategie und auch im Risiko-Management zum Ausdruck. Zudem belegt die gezielte Diversifizierung in der Anlage von Pensionsvermögen den gestiegenen Grad der Professionalität in der Anlagepolitik.

Die Anlagestrategien sind eher konservativ: In Aktien wird zu weniger als einem Viertel investiert. Auf alternative Anlageformen wie Hedgefonds oder Private Equity wird gezielt als Möglichkeit zur Steigerung der Rendite zurückgegriffen. Parallel haben mehr als drei Viertel der Unternehmen Maßnahmen zur aktiven Begrenzung von Verlustrisiken ergriffen. Sie stellen sich flexibel auf die Kapitalmarktkrise ein.

Im Zuge einer übergreifenden globalen Steuerung betrieblicher Versorgungswerke werden zudem Kapitalanlage-Entscheidungen verstärkt in Unternehmenszentralen getroffen. Auch wird das Top-Management, hier vor allem der Finanzvorstand, intensiv in wichtige Anlage-Entscheidungen eingebunden.

Im internationalen Vergleich verfolgen Unternehmen in Deutschland zum Großteil eine defensive Anlagestrategie. So werden knapp zwei Drittel des Anlagevolumens der Studienteilnehmer (65%) in Anleihen investiert, 5% in Immobilien (einschließlich selbst genutzter Objekte) und 4% in sonstige alternative Anlageformen. Die Aktienquote der befragten Konzerne liegt bei 22% ? ein Wert, der auf eine Reduzierung im ersten Halbjahr hindeutet.

Von den 41% der Studienteilnehmer, die in alternative Anlageklassen (ohne Immobilien) investieren, setzen fast alle auf Hedgefonds, jeweils 42% berücksichtigen auch Rohstoffe und Private Equity. Weitere 45% aller Studienteilnehmer,wollen sich in den nächsten Jahren in dieser Anlagekategorie engagieren.


Quelle: Rauser Towers Perrin

Bei der deutlichen Mehrzahl der Studienteilnehmer (70%) wird die strategische Asset-Allocation wesentlich durch die Struktur der Pensionsverpflichtungen sowie das Rendite-Risiko-Profil des Portfolios bestimmt. Die Unternehmen favorisieren somit eine simultane Optimierung von Verpflichtungen und Vermögen im Management ihrer betrieblichen Altersversorgungswerke.

Die Analyse belegt darüber hinaus, dass die konzeptionellen Grundlagen für ein dediziertes Risiko-Management in der Finanzierung der betrieblichen Altersvorsorgung größtenteils bereits gelegt wurden: 57% der Studienteilnehmer verfügen über spezielle Investment-Policy-Statements, die die strategischen und taktischen Anlagerichtlinien sowie Governance-Prozesse beschreiben.

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