Trend zu mehr Diversifikation in Portfolios institutioneller Investoren
In einer aktuellen Studie untersucht das Münchner Beratungsunternehmen Bfinance die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Investitionspolitik von Pensionsfonds und Versicherungen. Es wurden 27 institutionelle Investoren dazu befragt, wie sich ihr Investitionsverhalten bzw. die Asset Allocation durch die gegenwärtige Lage am Finanzmarkt ändern wird.
Nur 37% der Befragten sehen durch die Krise keine Veranlassung zur Überprüfung der Investmentpolitik ihres Unternehmens. Eine Überprüfung der Fondsmanager beabsichtigen sogar 77%, davon die Mehrheit (64%) bereits vor Ablauf dieses Jahres.
Quelle: bfinance
Die Studie läßt zudem einen deutlichen Trend hin zu mehr Diversifikation und höheren Investitionen in alternative Anlageformen erkennen. 54 Prozent der Unternehmen äußerten den Wunsch nach einer breiteren Diversifikation.
Carl Nilson, CIO von PSA und PSF zwei schwedischen staatlichen Pensionsfonds, sagte dazu: "Es gibt eine Menge an weiteren Asset Klassen in die wir nicht investiert sind, aber wir werden diese analysieren um herauszufinden ob sie zu einer weiteren Diversifizierung unseres Portfolios beitragen können. Dies sind Assets die eine geringe bzw. keine Korrelation mit unseren bestehenden Investments besitzen."
Zudem planen 37% der Befragten in den nächsten drei Jahren weniger in Aktien zu investieren und 26% ihr Exposure in Renten zu verringern. Im Gegenzug planen durchschnittlich 30% der Befragten ihr Exposure in alternative Analgeklassen wie Hedgefonds und Private Equity zu erhöhen.
Veränderung der Exposures in den nächsten drei Jahren
Quelle: bfinance