Quadratmeterpreise von Lebkuchenhäusern exorbitant hoch
Alle Jahre wieder veröffentlicht der Asset Manager Catella in der Adventszeit die traditionelle Weihnachtsmarktanalyse. Diesmal gehen die Analysten auf die Suche nach Absonderlichkeiten und Traditionen deutscher Weihnachtsmärkte. Erster Anlaufpunkt ist klassischerweise der Glühweinstand. Hier sind seit 2016 Preissteigerungen von 20 % zu beobachten. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass Catella je Analyst und Weihnachtsmarktbesuch drei bis vier Glühwein und mindestens 2 Bratwürste kalkuliert – letzteres übrigens ein Grund dafür, dass in der zweiten Jahreshälfte keine Bewerbungen von Veganern und Vegetariern angenommen werden.
Im Jahr 2017 zeichnen sich Weihnachtsmärkte durch eine sehr heterogene Sortimentsstruktur aus, vulgo vermeintliches Kunsthandwerk. Eintrittskarten zu Zahnarzt und Oralchirurg sind bei den Süßwarenständen zu lösen. Hier machen die Immobilienanalysten eine geradezu erschreckende Entdeckung: Die essbaren Verwandten ihres Berufsfokus, Lebkuchenhäuser, verzeichnen einen Quadratmeterpreis von 415 Euro – mehr als das 20-fache der Mietpreise in München. Es werden Miet- und nicht Kaufpreise herangezogen, da es sich angesichts der erfahrungsmäßigen Vergänglichkeit von Lebkuchenhäusern um das Prinzip „Wohnen auf Zeit“ handelt. 
Quelle: Catella
Wichtigster Orientierungspunkt des Weihnachtsmarktes dürfte der Weihnachtsbaum sein. Während in deutschen Haushalten die Nordmanntanne mit einem Anteil von 80 % dominiert, sind auf den Märkten vor allem große Exemplare gefragt, etwa Rotfichte, Fichte oder Colorado Tanne. Angesichts der alljährlich sicheren Nachfrage empfehlen die Autoren die Auflage eines entsprechend positionierten Waldfonds. Weitere Aspekte, die die Analysten sorgfältig untersuchen, sind die extrem hohen Nebenkosten der Stände (z.B. Strom für Beleuchtung) sowie das Krippenspiel. Dieses würde sich heute nach Einschätzung der Autoren anders darstellen, da trotz ausgebuchter Hotels für die Geburtsnacht Jesu sicherlich ein Airbnb-Zimmer aufzutreiben sei. Auf das Weihnachtsmarkt-Ranking wird an dieser Stelle nicht weiter eingegangen, da Hamburg nach wie vor nicht unter den Top-Platzierungen auftaucht (Anm. d. Red. Stattdessen Pinneberg! PINNEBERG! Das ist Absolut|provokant!).
Weitaus interessanter ist ein Blick Richtung Nordpol. Seit dem vergangenen Jahr gibt es weltweit rund 80 Mio. Kinder mehr, so dass der Produktionsaufwand in der Weihnachtsfabrik gestiegen ist. Da der Weihnachtsmann sicherlich kein Interesse daran hat, seinen Elfen 43.860 Überstunden aufzuoktroyieren, um 3,7 Mrd. Geschenke herzustellen, muss er sich in der Vorweihnachtszeit mit zahlreichen Bewerbungsgesprächen herumplagen. Rund 5.000 Berufseinsteiger-Elfen dürften notwendig sein, um rechtzeitig alle Geschenke anzufertigen. 
Quelle: Catella
Wir wünschen unseren Lesern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018.