06.01.2015 | Studie

Public und Private Equity im Fokus deutscher Family Offices

Deutsche Family Offices zeigen ein wachsendes Investitionsinteresse, zeigt eine Studie von Fidelity. Dabei steigt insbesondere das Interesse an Immobilieninvestments sowie an Anlagen am Aktienmarkt im Vordergrund. Mehr als 60 % der Befragten sehen einen steigenden Investitionsbedarf in beiden Segmenten im kommenden Jahr. Private Equity steht mit 42 % der Nennungen ebenfalls deutlich im Fokus. Für über 90 % der Studienteilnehmer hat gleichzeitig der Werterhalt des Familienvermögens oberste Priorität. Dahinter folgen Vermögensvermehrung, laufende Ausstiegsmöglichkeiten und Liquidität.


Quelle: Fidelity

Für liquide Vermögensbestandteile wie Aktien, Anleihen oder Geldmarktprodukte sowie direkte Immobilienanlagen belegt die Studie, dass die Mehrheit der Single- und Multi-Family-Offices eine eigenständige Strategie verfolgt und die Leistungserbringung nicht auslagert. Für indirekte Immobilieninvestments, sowie Anlagen in Wald oder Sachwerte zeigt sich dagegen, dass weitaus weniger Teilnehmer eine eigene Anlagestrategie verfolgen. Auch das Thema Research wird von deutschen Family Offices überwiegend extern behandelt. Manager- und Depotbankselektion sowie strategische und taktische Allokationsentscheidungen erfolgen aber bei rund 80 % der Studienteilnehmer ausschließlich intern. Weniger als 5 % geben hier Kompetenzen an Externe ab. Allerdings zeigt die Studie, dass die Bereitschaft, Fachleute von außen mit der Verwaltung von Vermögensteilen zu betrauen,  in den letzten Jahren zugenommen hat.


Quelle: Fidelity

Im Mittel erwarten die befragten Family Offices im kommenden Jahr ein Bruttorendite von 6,9 %. Durchschnittlich verwalten die teilnehmenden Family Offices ein Vermögen von 810 Mio. Euro.

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