Dynamische Asset-Allokation zur Fixierung des Volatilitätslevels
Die Finanzkrise hat erneut gezeigt, dass auf der Normalverteilung basierende Modelle der Finanzmärkte nicht geeignet sind, die tatsächliche Volatilitätsentwicklung abzubilden, so dass verschiedene Volatilitätshedging-Strategien enorm an Bedeutung gewonnen haben. Lazard Asset Management hat in einer Analyse verschiedene Hedging-Ansätze gegenübergestellt. Eine der verbreitetesten Hedging-Strategien wird über Derivate umgesetzt, wobei Optionen, Futures, Swaps oder inverse ETFs zum Einsatz kommen können. Gerade Put-Optionen eignen sich durch ihre asymmetrische Payoff-Struktur und werden häufig zur Absicherung von Engagements verwendet. Nachteile können in mangelnder Übereinstimmung von Portfolio und Basiswert bestehen.
Quelle: Lazard Asset Management
Aktien-Exposures können passiv durch die Zumischung von Anleihen abgesichert werden. Neben den direkten Diversifikationsaspekten ergibt sich ein weiterer Vorteil durch die eher schwach korrelierten Volatilitätsentwicklungen beider Asset-Klassen. Doch derartige statische Allokationen werden kein stabiles Volatilitätslevel erzeugen können. Hierzu bedarf es eines dynamischen Ansatzes, der sich zweier Phänomene bedient: einerseits der negativen Korrelation von Renditen und Volatilität und andererseits der Persistenz von Volatilitätsleveln über verschiedene Perioden. Im Backtest konnte mit diesem Ansatz die Volatilität weitgehend auf einem konstanten Niveau gehalten werden.
Quelle: Lazard Asset Management
Eine weitere Strategie besteht in der Nutzung von Aktientiteln mit geringer Volatilität bzw. geringem Beta als Substitut für Anleihen in einem Umfeld steigender Zinssätze.