Privatvermögen weltweit auf Rekordhoch
Im Global Wealth Report 2015 zeigt die Allianz die Entwicklung der Geldvermögen privater Haushalte, das definiert ist als Liquidität, Wertpapiere sowie Versicherungen bzw. Pensionsfonds. Weltweit legten die Brutto-Geldvermögen im Jahr 2014 um 7,1 % auf 135,7 Billionen US-Dollar zu, wobei sich das Wachstum über alle drei Vermögenssparten verteilt. Besonders hoch waren die Zuwächse vor allem im Wertpapierbereich in der Region Asien ex-Japan mit einem Wachstum von 16,6 %. In Westeuropa wuchsen die Vermögen mit 6,7 % erstmals seit der Finanzkrise stärker als in den USA, wo es 4,8 % waren. Demgegenüber legten die Verbindlichkeiten der Haushalte lediglich um 4,3 % auf 35,2 Billionen US-Dollar zu, so dass die Nettovermögen erstmals die Marke von 100 Billionen US-Dollar übersteigen konnten.
Quelle: Allianz
Mit über 60 % befindet sich der Großteil der Vermögen weiterhin in Nordamerika, gefolgt von Westeuropa mit knapp 33 %. In den untersuchten Ländern gehören ca. 71 % der Vermögensunterklasse an, auf die lediglich 5 % der gesamten Vermögen entfallen. Genau spiegelbildlich verhält es sich bei der Vermögensoberklasse, die 10 % der Bevölkerung, aber 80 % der Vermögen ausmachen. Auffällig ist allerdings, dass die Anzahl und der Anteil der Oberklasse zu Gunsten der Mittelschicht abnehmen, was vor allem von der Entwicklung in China getrieben ist. In den USA dagegen hat die Ungleichheit seit der Finanzkrise deutlich zugenommen. 
Quelle: Allianz
Laut dem im Juni erschienenen World Wealth Report von Capgemini, der die Entwicklung der Vermögen der High Net Worth Individuals untersucht, ist deren Vermögen 2014 auf 56,4 Billionen US-Dollar angestiegen. Zwar ist die Anzahl der HNWIs relativ homogen auf Nordamerika, Europa und Asien verteilt, doch auch hier ist der Anstieg in Asien am stärksten.
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