Langfristige Schwächung des Wachstums durch Klimawandel
Die Economist Intelligence Unit hat eine Analyse veröffentlicht, in welcher der Value at Risk des Klimawandels bis 2100 geschätzt wird. Die Autoren gehen in "The Cost of Inaction" davon aus, dass der Value at Risk bei 4,2 Billionen US-Dollar liegt. Im Vergleich haben die globalen Aktienmärkte ein Volumen von etwa 143 Billionen US-Dollar. Viel gefährlicher für die Weltwirtschaft sind allerdings die Tailrisk-Events. Für das extreme Event eines Temperaturanstiegs von 6 Grad gehen die Autoren von einem Verlust in Höhe von fast 10 % des Aktienmarktes aus. Wenn bei der Berechnung nicht die Diskontierungsrate privater Investoren verwendet wird, sondern stattdessen die wesentlich geringere Diskontierungsrate öffentlicher Investoren, wie beispielsweise die von Regierungen, fallen die Schäden deutlich höher aus. Ein Anstieg von 6 Grad würde in diesem Fall ca. 30 % des heutigen Werts der globalen Aktienmärkte vernichten. 
Quelle: Economist Intelligence Unit
Die Schäden werden allerdings großenteils nicht direkt durch Zerstörungen von Katastrophen entstehen, sondern indirekt über eine verringerte Wachstumsrate die gesamte Wirtschaft treffen. Aus diesem Grund raten die Autoren Asset Managern und Asset Ownern dazu, frühzeitig auf diese Gefahren zu reagieren und sie bei der Portfolioallokation zu berücksichtigen.
Die Autoren bemängeln, dass die Regulatoren bisher keine einheitlichen Berichtsregelungen bezüglich der Emissionen eingeführt haben. Standardisierte Regelungen würden die Beurteilung von Klimarisiken vereinfachen. Des Weiteren sprechen sie sich für eine Abgabe der Unternehmen, abhängig von den Kohlenstoffemissionen aus.
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