14.10.2015 | Research

Investments in überbewertete Aktien sorgen für Underperformance

Ein Forschungsaufsatz hat untersucht, ob die Neigung aktiv verwalteter Fonds, überbewertete Aktien stärker zu gewichten, ein Zeichen für mangelnden Skill der Manager darstellt. In "Mispriced Stocks and Mutual Fund Performance" zeigen die Autoren Doron Avramov, Universität Jerusalem, Si Cheng, Universität Belfast, und Allaudeen Hameed, Universität Singapur für den Zeitraum 1981 bis 2010 wenig überraschend, dass die Fonds mit der stärksten Gewichtung überbewerteter Aktien das Dezil mit der geringsten Gewichtung im Schnitt um 3,07 % p.a. underperformen. Dieses Ergebnis wird qualitativ in diversen Robustheitstests bestätigt. Auf der anderen Seite findet sich jedoch keine systematische Outperformance von Fonds, die in die am wenigsten überbewerteten Aktien investieren.


Quelle: Avramov, Cheng, Hameed (2015)

Interessant ist, dass sich ein positives Verhältnis von Überbewertung und Fund Flows findet: Fonds mit eine stärkeren Gewichtung überbewerteter Aktien ziehen tendenziell größere Volumina an frischen Investorengeldern an, auch wenn andere Fondscharakteristika berücksichtigt werden. Die Autoren schließen von dieser Beobachtung auf den sog. „Dumb Money Effect“ in der Investmentfondsindustrie. Für die gesamte Stichprobe ergibt sich je nach angewandtem Verfahren ein Alpha von -0,58 % bis -0,7 %, welches statistisch signifikant ist. Werden die zwei Dezile der Fonds mit dem höchsten Exposure in überbewerteten Aktien herausgerechnet, wird das Alpha insignifikant.

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